14.07.2019 11:00 |

Die ganze Wahrheit

KTM 790 Adventure: Härtetest auf 4000-km-Reise

Es ist eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Ein Gewicht wie ein Moped, dazu 95 PS aus dem leicht modifizierten 799-ccm-Twin der 790 Duke - ist die KTM 790 Adventure vielleicht die perfekte Mittelklasse-Reiseenduro? Mit ein wenig patriotischen KTM-Vorschusslorbeeren ist man glatt versucht, sofort zum Händler zu rennen und sich das Eisen zuzulegen. Einen Fehler macht man damit sicher nicht, aber es zahlt sich aus, etwas genauer hinzuschauen - z.B. auf einer 4000-Kilometer-Tour über Kroatien und Albanien nach Griechenland.

Die Optik ist ziemlich einzigartig, so einen Hängebauchtank hat man bisher weder gesehen noch vermisst. Aber das wulstige Plastikteil hat einen großen Vorteil: Es erhöht die Handlichkeit, dank des tiefen Schwerpunkts. Dass der auf der Reise dann doch höher lag, war den (inklusive Koffern) 38 kg Gepäck geschuldet, die ich aufgeladen hatte. Insgesamt entsprach das Reisegewicht der beladenen KTM exakt einer unbeladenen BMW R 1250 GS.

Die Sache mit der Federvorspannung
Von Handlichkeit war zu Beginn der Reise nicht viel zu spüren. War die Adventure ohne Gepäck noch ein Ausbund an Dynamik und Agilität, lief sie beladen am liebsten geradeaus, das aber stabil. Ursache? Klar, zu wenig Gewicht und zu viel Nachlauf am Vorderrad, beides aufgrund mangelnder Federvorspannung hinten. Gut, dass man sie einstellen kann - aber in Wahrheit untragbar, dass das bei einer modernen Reiseenduro nur per Werkzeug möglich ist. Mit dem zusammensteckbaren Schlüssel aus dem Bordwerkzeug ist es leider ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen. Also führte mich mein erster Weg zur Motothek in Ternitz, wo sie mir die Feder zugeschraubt haben. Bei der R-Version ist das einfacher, und der R ist auch die Einstellmöglichkeit für die Dämpfung (Gabel und Federbein) vorbehalten.

So adjustiert gab das Fahrwerk auf dem Rest der Reise keinen Anlass mehr zu Klage. Die Mattighofnerin mit ihrem grundsätzlich sportlichen Charakter fährt sich bepackt so komfortabel, dass man Tempo-Brems-Schwellen ebenso aussitzen kann wie üble Schlaglöcher auf albanischen Land-„Straßen“. Dabei bleibt sie aber so präzise, dass man sich auch herrlich ins Kurvenreich rund um Valentino Rossis Heimat Tavullia stürzen kann (ohne zu stürzen, natürlich). Ein wenig straffer gedämpft dürfte sie aber dennoch gerne sein.

Auf „Winnetour“ in Kroatien
Zunächst führte mich mein Ritt jedoch in die Jagdgründe von Winnetou, dem Häuptling der Apachen, oberhalb der kroatischen Adriaküste. Von Karlobag aus geht‘s rauf (vorher den vielen roten Hinweisschildern mit „OK“ und einem Motorrad folgen, sehr gutes Essen und Top-Espresso in bester Lage am Meer), über Sveti Rok wieder runter.

Die ehemalige Filmkulisse ist zwar mittlerweile von der Autobahn durchzogen und zerteilt, doch das stört den wildromantischen Eindruck nur wenig. Herrliche Schotterstraßen und -pässe laden zu überschaubarem Abenteuer ein und bieten faszinierende Ausblicke (und skurrile: An einer sinnlosen steinernen Mauer befindet sich sogar eine Gedenktafel für Winnetou-Darsteller Pierre Brice). Hier, wo einst Hatatitla und Iltschi ihre Reiter trugen, bin ich besonders froh, dass ich mein Gepäck nicht auf ein 20, 30 oder mehr Kilo schwereres Bike geschnallt habe. Auch die relativ niedrige Sitzposition empfinde ich als Vorteil beim gemütlichen Schottercruisen. Der Sattel ist in zwei Höhen fixierbar (83/85 cm).

Überhaupt ist die Sitzposition sehr angenehm. Der breite Lenker liegt gut zur Hand, der Polster ist zwar straff, aber nicht zu hart, die Füße haben auf den Rasten gut Platz, ohne dass die Ferse irgendwo anstreift. Auch das Fahren im Stehen passt, wobei ich mir dafür einen etwas höheren Lenker wünschen würde. Einzig die Position des nicht einstellbaren Schalthebels ist zu hoch, wenn man statt fetter Enduro- normale Motorradstiefel trägt.

Eigentlich ist ja die R die Offroad-790er, aber schlauchlose Speichenräder und vorne einen 21-Zöller hat auch die Standard-Adventure, außerdem einen Gelände-Modus mit sanfter Gasannahme und Offroad-ABS (vorne spät, hinten angeschaltet). Nicht sehr hilfreich im Gelände ist die recht lange Getriebeübersetzung. Erster Gang Standgas bedeutet flotte 12 km/h, und bei niedrigen Drehzahlen ruckt und holpert der Motor ziemlich.

Traumhafte Küstenstraße
Für Asphaltfreunde, die gern halbwegs Meter machen und herrliche Ausblicke lieben, ist die kroatische Küstenstraße ein Paradies. Man kann sich kaum satt sehen, während man auf bestem Asphalt flüssig durch die Kurven schwingt. Das ideale Kurventempo lässt sich an den Tempolimits ablesen - einfach knapp verdoppeln, dann passt‘s in der Regel. Aber nicht erwischen lassen!

Auf der Straße ist der spritzige Motor mehr in seinem Element als offroad und ein Segen, wenn es ans Überholen geht. Für Autofahrer sind die vielen Wohnmobile, die unterwegs sind, eine Geißel der Menschheit, für die vollbeladene KTM dank 89 Nm bei 6600/min. nicht mehr als Slalomstangen. Aus mittleren Drehzahlen schiebt sie kräftig an, unter 3000 Touren sollte man aber nicht geraten, sonst wird es ungemütlich. Darüber trat aber kein Konstantfahrruckeln auf (das anderswo beschrieben wurde).

Zwischendurch lockt ab und zu eine steile Schotterabfahrt zum Meer hinunter. Blöd, wenn man dort auf einen Badeplatz hofft, aber an einem Grundstückszaun landet.

Auch eine Verlockung: unzählige Inseln, die spontan und schnell per Fähre zu erreichen sind. Nicht auslassen sollte man Dubrovnik, zumindest wenn man nicht gerade in der Hauptreisezeit unterwegs ist und der Ausdruck Touristenmassen neu definiert wird. Motorradfahrer haben den Vorteil, dass sie an der Altstadt gratis parken können. Kurz vorher muss man ein kurzes Stück Bosnien passieren, was spürbare Wartezeiten an den Grenzen zur Folge hat. Nicht vergessen, die Papiere samt Typenschein und Grüner Versicherungskarte obenauf im Tankrucksack zu haben!

Kotor - Highlight auf der Durchreise
Ein winziges Stück Bosnien durchfährt man, bevor man nach Dubrovnik gelangt, das dann wieder in Kroatien liegt. Südlich von Dubrovnik folgt ein etwas längeres, aber auch nicht allzu langes Stück Montenegro - aber das hat es in sich: Das Meer zieht sich wie ein Fjord ins Land hinein. Am besten nimmt man die kleine Fähre, die da hinüberpendelt. Kostet zwei Euro und dauert nur ein paar Minuten.

Geheimtipp Albanien
Albanien hat mich diesmal voll für sich eingenommen, obschon nur auf der Durchfahrt mit einer Übernachtung. Nächstes Mal bleibe ich länger! Das Land ist auf eine Art ursprünglich wie früher Jugoslawien oder noch früher Italien. Sympathisch, nicht nur wenn man auf Ostblock-Charme steht. Derzeit geht Albanien noch als Geheimtipp durch, aber angesichts der vielen Reiseberichte im Internet wird das nicht mehr lang so sein. Die Straßen werden nach und nach ausgebaut, Schotterpässe verschwinden. Man muss aber jederzeit auf üble Verwerfungen gefasst sein - gut, dass die Adventure so gutmütig zu fahren ist. Vorsicht ist geboten, wenn es regnet, dann sind viele Straßen rutschig wie Schmierseife. In dem Fall ist es keine Schande, den Rain-Modus mit reduzierter Leistung und sanfter Gasannahme zu aktivieren.

Ach ja, und selbst auf autobahnartig ausgebauten Strecken sind Radfahrer und Fußgänger unterwegs. Die häufigsten Verkehrsmittel sind jedoch vierrädrig: Es gibt wohl auf der ganzen Welt keine so hohe Dichte an Mercedes jeden (aber vor allem höheren) Alters.

Im Gegensatz zu meiner Erfahrung von vor einigen Jahren war es diesmal nicht schwierig, Tankstellen zu finden, die Kreditkarten akzeptieren. Auch sonst sind die Reise-Basics problemlos, Unterkünfte lassen sich übers Internet buchen. Die Küste ist wunderschön - warum sollte sie das ausgerechnet auf dem Stück zwischen Kroatien und Griechenland nicht sein? Von Saranda aus verkehren Fähren nach Korfu. Anders als im Internet beschrieben sind darunter auch Autofähren.

Reichweitenangst? Ist ein Thema
In Albanien gab es also (jedenfalls auf meiner Route) kein Problem mit der Dichte verfügbarer Tankstellen - wohl aber in Griechenland. Stellenweise findet man über zig Kilometer nur verlassene Baracken, auch wenn das Navi aktive Zapfstationen anzeigt. Das war insofern problematisch, als die Tankanzeige der KTM sehr seltsam ist. Zunächst einmal fühlt sie sich grundsätzlich erst ab halbleerem Tank zuständig. Das gilt auch für die Reichweitenanzeige, die erst dann einen Wert anzeigt, wenn der Füllstand unter 50 Prozent beträgt. Und das auch noch extrem unzuverlässig, die Angabe springt wild, von 150 auf 110 Kilometer ist ganz normal.

Als mir dann bei normaler Geradeaus-Fahrt dreimal der Motor abgestorben ist, ausgerechnet in der Gegend mit verfallenen Ex-Tankstellen und zur Neige gehendem Spritvorrat (bei angezeigten Restreichweiten zwischen 70 und 30 km), dachte ich, ich bleibe ohne Sprit liegen. Doch nach dem Anhalten ist er problemlos wieder angesprungen. Die Ursache des Problems ist bislang nicht geklärt, es trat auf dem Rest der Reise aber nicht mehr auf.

Ein tatsächliches Reichweitenthema hat die KTM mit ihrem 20-Liter-Tank nicht, der Testverbrauch von knapp 5 Liter auf 100 Kilometer bedeutet 400 Kilometer.

Keine Spur von Hochgeschwindigkeitspendeln
In Griechenland wimmelt es nur so von Radarfallen und mobilen Blitzern. Dennoch habe ich riskiert, das früher KTM-typische Pendeln bei hohen Geschwindigkeiten im Fall voller Beladung zu checken. Fazit: Auch bei über 200 km/h laut Tacho ist die 790 Adventure nicht aus der Ruhe zu bringen, selbst mit Rütteln am Lenker.

Die Koffer sind beweglich aufgehängt, daher kann sich nichts aufschaukeln. Allerdings hat sich wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Platzierung des Gepäcks ist. Die Gepäckrolle eine Handbreit weiter hinten festgeschnallt - schon wird das Schwingen durch enge Kurven anstrengend.

Bedienung und Ausstattung der KTM 790 Adventure
Bei gemütlicher Fahrt zwischendurch ein Blick auf die Ausstattung der 790 Adventure. Die ist teilweise vorbildlich, teilweise vorsintflutlich. Der Windschild bietet guten Schutz, wenn man ihn in der höheren der beiden möglichen Positionen fixiert (Verstellbarkeit ist nicht offensichtlich, aber serienmäßig). Dazu braucht man einen Torx-Schlüssel, der zum umfangreichen Bordwerkzeug gehört. Dieses wiederum ist in der linken hinteren Seitenverkleidung versteckt, die man sozusagen mit Gewalt wegreißen muss (kostet am Anfang etwas Überwindung).

Das kratzempfindliche, aber gestochen scharfe und gut ablesbare TFT-Display ist ein Genuss, die Bedienung über die beleuchteten Tasten am linken Lenkerende kinderleicht. Man kann sich eine Favoritenseite zusammenstellen, nur die Restreichweite kann man dafür nicht auswählen.

Es lässt sich auch ein Smartphone via Bluetooth connecten, was u.a. Pfeilnavigation über die KTM-App (kostet 8,99 Euro) erlaubt. Anders als etwa bei BMWs Connectivity kann man über den Lenker aber nicht auf die App zugreifen.

Sehr „russisch“ ist die Lösung für die Heizgriffe (die das Testbike nicht hatte). Sie sind nur als Sonderzubehör zu bekommen und nicht integriert. Es wird extra ein unförmiger Knopf aufgeschraubt, dessen Kontrollleuchten praktisch nicht erkennbar sind. Das ist beinahe noch unzeitgemäßer als die Federvorspannung, die nur mit Werkzeug einstellbar ist. Eine Sitzheizung ist gar nicht verfügbar.

Sehr gut gelöst ist die Bedienung des optionalen Tempomats. Allerdings ist die Logik für das Einstellen bzw. Wiederaufrufen der Geschwindigkeit anders herum als üblich. Praktisch: Fährt man einen Kilometer weit schneller als eingestellt, geht der Regler in Pause. Tachoabweichung: Bei Tempo 140 km/h sind es 8, bei Tempo 80 vier km/h.

Ebenso optional ist der Quickshifter mit Blipper. Der funktioniert prinzipiell tadellos, hat aber während der Reise recht bald zu zicken begonnen. Immer häufiger löste er keinen Schaltvorgang aus oder ließ den Gang wieder herausspringen. Gegen Ende der Tour habe ich ihn daher nicht mehr verwendet.

Kurven-ABS ist serienmäßig. Die Bremsen packen gut zu und sind gut dosierbar. Nach flotter Fahrt durch enges Kurvengeschlängel und entsprechendem Bremseinsatz gibt der Druckpunkt etwas nach.

Der Mechanismus der geräumigen Hartschalen-Seitenkoffer ist sehr praktisch, allerdings funktionierte der auf der rechten Seite ab Halbzeit nicht mehr richtig. Nicht das erste Mal, dass Koffer an einer Test-KTM Probleme bereiten.

Die Spiegel stammen von der Duke, sind also eher klein. Trotzdem bieten sie ausreichend Sicht nach hinten.

Gefahr an der Hinterradbremse
Mitten in Griechenland stellte ich plötzlich fest, dass die Hinterradbremse nicht mehr funktionierte. Es stellte sich heraus, dass der Bremsschlauch abgezogen war. Der ist (im Gegensatz zur Vorderradbremse) nicht gesichert, sondern einfach nur gesteckt. Vermutlich hat ihn in der Nacht ein „Spaßvogel“ einfach abgezogen, als das Motorrad in der Fußgängerzone bzw. der Ausgehmeile von Trikala vor dem Hotel geparkt war.

Auch in diesem Fall erhielt ich prompte Hilfe von einem KTM-Händler, in diesem Fall in Chalkida. Danke an Chefin Anastasia und ihr Team. Anstecken, auffüllen, entlüften, fertig.

Chaos im Touristenhotspot Meteora-Klöster
Wer motorisiert nach Griechenland reist, sollte nicht versäumen, bei den berühmten Meteora-Klöstern vorbeizuschauen, die auf monolithischen Sandsteinfelsen thronen, ab dem 13. Jahrhundert in jahrelanger Bauzeit von Mönchen errichtet, die jeden Stein im Schweiße ihres Angesichts hinaufgeschleppt haben. Die östlich des Pindos-Gebirges nahe der Stadt Kalambaka gelegene Anlage besteht aus 24 einzelnen Klöstern und Eremitagen, von denen heute nur noch sechs bewohnt sind.

Es empfiehlt sich, frühmorgens dorthin zu fahren, bevor die Touristenmassen kommen. Vor allem zur Hauptreisezeit kann einem das sonst den Tag versauen:

Motorradtouristen (aber auch andere) sind zur Übernachtung bestens aufgehoben im Guesthouse Arsenis. Umso mehr, wenn Panos, der extrem hilfsbereite Bruder des etwas schrulligen Chefs, an der Rezeption sitzt. Vor der Tür steht dann seine 18 Jahre alte Honda TransAlp mit über 380.000 Kilometer auf dem Tacho (Stand Mai 2019), die noch immer läuft „wie ein Glöckerl“.

Rasen statt rasten, Fähre statt fahren
Es gibt auch viele Flecken in Griechenland, die noch nicht so vom Tourismus erobert wurden. Die Pilion-Halbinsel etwa, oder Evia (Euböa), die zweitgrößte Insel des Landes.

Auch Delphi kann man sich anschauen (trotz Tourismus) - entweder weil man es aus der Schulzeit kennt, oder weil man auf die Fahrt dorthin scharf ist.

Die Strecke von den Thermopylen hinauf, die E65, ist ein Paradies aus schier endlosen, langgezogenen, schnellen Kurven. Ich musste mich geradezu zwingen, nicht noch schneller zu fahren, als ich es ohnehin gemacht habe.

Die Strecke von Delphi weiter nach Patras ist auch nicht zu verachten und mehr als nur ein notwendiger Weg, um auf die Fähre zu kommen. Ich bin mit Anek nach Ancona gefahren und habe mir dafür (schließlich dauert die Überfahrt 23 Stunden) einen Platz in einer Zweibettkabine gegönnt. Ich hatte Glück und bekam keinen Mitbewohner. Einen Platz in einer größeren Kabine zu buchen, ist weniger angenehm, weil man dann die Nacht mit erfahrungsgemäß schnarchenden Fernfahrern verbringt, die sich an der Bar abends gerne den einen oder anderen zu viel genehmigen. Erstaunlich, wie trinkfest manche Lastwagenfahrer sind, die ein paar Stunden später wieder am Steuer ihres Trucks sitzen.

Auf Visite beim „Doktor“ in Tavullia
Von Ancona ist es ein Katzensprung in die Heimat von MotoGP-Star Valentino Rossi, der in dem 8000-Seelen-Nest Tavullia aufgewachsen ist. Direkt vor der Ortschaft fällt der Blick auf Vales Ranch, eine Art Fun Park mit einer umfangreichen Schotter-Rennstrecke, wo er gerne mal mit Freunden Gas gibt und mit Nachwuchs-Racern trainiert.

Im Ort selbst ist alles voll von Rossis Startnummer 46 und sonstigen Plakaten, dazu eine Enoteca, eine Trattoria sowie eine Bar mit hervorragendem Caffé, die allesamt seinen Namen tragen. Fanshop sowieso. Tavullia ist auch der Sitz des multinationalen VR46-Konzerns.

Dass in ganz Tavullia ein Tempolimit von 46 km/h herrscht ist übrigens nur ein Gerücht. Es gilt ganz normal 50 km/h. Lediglich an der Durchfahrt zum Castello, die ohnehin für den Verkehr gesperrt ist, steht ein Schild, das einst die „46“ angezeigt hat, bevor es von Aufklebern übersäht wurde.

Vor allem wenn es nicht (wie bei meinem Besuch) regnet, ist die ganze Gegend ein Traum für Biker. San Marino ist in der Nähe, und alles voller Kurven. Als Quartier bietet sich das Albergo Pian Del Bosco in Novafeltria an. Gastgeber Michael spricht Deutsch.

Unterm Strich
Die Heimreise habe ich dann wetterbedingt auf relativ direktem Weg angetreten. Ich hatte weder Lust auf Unwetter am Gardasee noch auf Schneetreiben und gesperrte Pässe in den Dolomiten. Trotz ständig sinnlos wechselnder Tempolimits und extremer Radarfallendichte auf Italiens Bundesstraßen blieb genug Gelegenheit für ein Fazit zur KTM 790 Adventure. Die Nachfolgerin der 1090 ist hervorragend gelungen. Ein absolutes Leichtgewicht, sportlich orientiert, wendig, mit völlig problemlosem Fahrverhalten auch mit Gepäck. Dinge wie die nicht integrierte Griffheizung oder die Federverstellung per Werkzeug trüben die Freude allerdings etwas. Wenn sie in Mattighofen an diesen Kleinigkeiten noch Hand anlegen, wird die Kleine eine ganz Große. Und als Reisepartnerin absolut zu empfehlen!

Warum?
Sehr leicht
Sportlich zu fahren
Auch mit Gepäck bei Höchsttempo stabil

Warum nicht?
Federvorspannung nur mit Werkzeug verstellbar

Oder vielleicht …
… Yamaha Ténéré 700, BMW F 850 GS, Honda Africa Twin

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl

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