Mi, 17. Juli 2019
04.07.2019 13:14

Brandkatastrophe

Welche „absolut geheime“ Mission hatte U-Boot?

14 zum teil hochrangige Marineangehörige sterben bei einem Brand an Bord eines U-Bootes. Der Vorfall wird erst einen Tag später bekannt gemacht, doch der Kreml stuft einen Teil der Erkenntnisse als Staatsgeheimnis ein. „Sie fallen in die Kategorie absolut geheimer Daten“, erklärte Regierungssprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. Um welches Tiefsee-U-Boot es sich handelt, das nun so schnell wie möglich wieder repariert und einsatzbereit gemacht werden soll, ist ebenfalls unbekannt. In russischen Medien geht man allerdings davon aus, dass es sich um das atombetriebene AS-12 Loscharik handelt, welches laut Experten über eine Technologie verfügt, mit welcher man Internet-Tiefseekabel manipulieren könnte.

Die Berichte der Nachrichtenagentur RBK und der Zeitung „Nowaja Gaseta“ sind von offizieller Seite noch nicht bestätigt worden. Allerdings gab das Verteidigungsministerium in Moskau zu, dass es sich um ein atomar betriebenes Unterseeboot handelt. Der Atomreaktor sei von dem Brand aber nicht betroffen gewesen. Die Tageszeitung „Kommersant“ berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Militärkreise, dass das Feuer offenbar durch einen Kurzschluss in der Schaltzentrale ausgelöst wurde und Kabel oder Öl in Brand setzte.

Lediglich fünf Armeeangehörige überlebten Brand
Durch das Belüftungssystem sei der Rauch dann in die anderen Bereiche des U-Boots verteilt worden. Der Besatzung blieb demnach nicht genug Zeit, sich zu schützen. Lediglich fünf überlebenden Besatzungsmitgliedern sei es gelungen, das Feuer zu löschen und das U-Boot wieder nach oben zu befördern. Der Kreml hatte bisher erklärt, es habe sich um ein Tiefsee-U-Boot auf einer Mission zur Erforschung des Meeresbodens gehandelt. Da sich jedoch ranghohe Armeeoffiziere an Bord befanden, wird vermutet, dass es sich um keinen gewöhnlichen Einsatz handelte.

Auch in den vergangenen Jahren gab es seitens der US-Regierung Warnungen, dass sich russische U-Boote und Spionageschiffe in der Nähe von Glasfaserkabeln am Meeresgrund aufhalten würden. Im Pentagon glaubt man, Russland könnte im Fall eines Konflikts die Kabel durchtrennen, um die Kommunikation des Westens lahmzulegen.

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