„Anzeige erstattet!“

VGT wettert gegen Reptilienzoo Forchtenstein

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) erhebt schwere Vorwürfe gegen den Reptilienzoo Forchtenstein: Die Tiere seien verstört, so manche Unterbringung entspreche nicht den gesetzlichen Vorgaben. Man habe daher Anzeige erstattet.

Beim Lokalaugenschein im Reptilienzoo Forchtenstein wollen die VGT-Aktivisten zahlreiche Missstände beobachtet haben, so etwa fehlende Wasserbecken, falsche Boden-Beschaffenheit, fehlende Äste sowie einen fehlenden Blickschutz. „Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass Tiere ihrem Bedürfnis nach Ruhe und Sicherheit in ausreichendem Maße nachkommen können. Doch in Zoo-Einrichtungen wird Tieren dieses Bedürfnis meist verwehrt - sollen sie doch für die Augen der zahlenden Besucher sichtbar und jederzeit beobachtbar bleiben“, so der VGT in einer Aussendung. Die Aktivisten berichten von unruhigen, hektischen Tieren.

Besonders sauer aufgestoßen ist den Tierschützern die Schlangenfütterung: Ein Netzpython bekam ein 25-Kilogramm-Ferkel vorgesetzt, es seien tumultartige Szenen entstanden, einige Kinder hätten verstört reagiert. „Teilweise werden Tiere aus den Terrarien genommen und den Schaulustigen in die Hand gedrückt, um ihren Mut zu beweisen. Dass das für die Tiere gar kein Spaß ist, versteht sich von selbst“, so der VGT. Der Verein kritisiert die Haltung von Exoten unter dem „Deckmantel“ des Artenschutzes. Da die nachgezüchteten Tiere niemals in die Freiheit entlassen werden, handele es sich um eine reine Werbemaßnahme, ärgert sich Aktivistin Heidi Lacroix. Der VGT habe den Reptilienzoo Forchtenstein wegen mehrfacher Verstöße gegen die 2. Tierhaltungsverordnung angezeigt.

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