16.04.2010 08:57 |

Selbstmord auf A2

28-jähriger Kärntner frontal gegen Lkw gerast

Bei einem Geisterfahrerunfall auf der Südautobahn (A2) ist am Freitagmorgen ein 28-jähriger Student aus Kärnten ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich laut Polizei zwischen Modriach und Steinberg in der Steiermark. Alles deutet auf einen Selbstmord des 28-Jährigen hin.

Der schreckliche Unfall ereignete sich gegen 5 Uhr morgens, rund sechs Kilometer nach dem Herzogbergtunnel. Der 28 Jahre alte Lenker aus dem Raum Klagenfurt-Land hatte seinen Pkw frontal gegen einen Sattelschlepper gesteuert. Der Student dürfte sofort tot gewesen sein. Sein Auto wurde durch den Unfall völlig zerstört. Der 42-jährige Lkw-Lenker blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock, so ein Polizist.

Auto im Tunnel gewendet?
Der Mann dürfte im Bereich des Herzogbergtunnels gewendet haben und dann als Geisterfahrer auf der Richtungsfahrbahn Villach nach Graz unterwegs gewesen sein. Ein Zeuge habe noch beobachtet, wie der Mann im Auto am Fahrbahnrand wartete - offenbar auf ein schweres Fahrzeug.

Als der Sattelschlepper dann auftauchte, beschleunigte der 28-Jährige sein Auto und prallte mit aufgeblendeten Scheinwerfern gegen den Lkw. Der Lenker des Schwerfahrzeuges hatte keine Chance mehr, auszuweichen.

Teile des Motorblocks auf Fahrbahn
Durch die Wucht des Anpralles wurde der Pkw auf den zweiten Fahrstreifen zurückgeschleudert. Der Geisterfahrer erlitt tödliche Verletzungen und musste von der Freiwilligen Feuerwehr Ligist mit Bergescheren aus dem Wrack geschnitten werden. Der Aufprall war so heftig, dass Teile des Motorblocks auf die Fahrbahn geschleudert wurden. Der Sattelzug prallte zuerst gegen die rechte Leitschiene, schlitterte dann quer über die beiden Fahrstreifen und krachte schließlich gegen die linke Betonleitwand.

Aufgrund der Bergungsarbeiten (Bild) war die A2 in Fahrrichtung Villach bis 10.20 Uhr gesperrt.

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