AK zufrieden:

Lob und Tadel für das Parlament

Das haben Wahlkampf-Zeiten so an sich: Plötzlich geht es mit populären Beschlüssen in den politischen Gremien ganz schnell. So auch im Nationalrat, wo das Verbot des Pflanzengifts Glyphosat jetzt ebenso abgesegnet wurde wie eine Regelung für Freiwillige bei Katastropheneinsätzen. Das ruft Lob und Tadel hervor.

Überflutungen, enorme Schneemassen , Waldbrände - nur einige der Szenarien, bei denen Zigtausende freiwillige Helfer in Niederösterreich zum Katastropheneinsatz ausrücken. Bisher mussten sie sich dafür in ihrem Brotberuf zumeist Urlaub nehmen. Jetzt hat der Nationalrat solche Fälle endlich gesetzlich geregelt. „Das Engagement der Freiwilligen macht die Qualität unseres Landes aus. Jetzt haben sie Rechtssicherheit“, freut sich Markus Wieser. Der Arbeiterkammer-Präsident hatte schon längst eine Lösung dieses Problems gefordert. Und die sieht jetzt so aus: Ab 1. September haben freiwillige Helfer Anspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn sie im Einvernehmen mit dem Dienstgeber zu Großeinsätzen ausrücken. Die Firma bekommt dafür eine Vergütung von 200 Euro pro Tag aus dem Katastrophenfonds.

Weniger Euphorie löst indes das von SP und FP beschlossene Glyphosat-Verbot bei Johannes Schmuckenschlager aus. Der Präsident der Landwirtschaftskammer in Niederösterreich sieht dadurch den Bauernstand, die Natur sowie die heimischen Vorratskammern gefährdet: „Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirte wird eingeschränkt, Bodenerosion wird zunehmen und der Import von Produkten aus Ländern mit niedrigeren Standards ansteigen.“

Ch. Weisgram / J. Adler, Kronen Zeitung

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