02.07.2019 17:55 |

Feuer an Bord

14 Matrosen in russischem U-Boot gestorben

In einem russischen U-Boot sind 14 Matrosen an Rauchgasvergiftungen gestorben, nachdem an Bord ein Brand ausgebrochen ist. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau laut russischen Agenturen am Dienstag mitteilte, ereignete sich das Unglück am Montag auf einer Militärbasis in der Stadt Seweromorsk im Norden Russlands.

Das Feuer ist bei Forschungsarbeiten in tiefen Gewässern entstanden, so das Verteidigungsministerium. Die Besatzung wollte Messungen am Meeresboden vornehmen. Der Brand habe durch die „selbstlosen Handlungen“ der Mannschaft gelöscht werden können, hieß es. Zur Ursache ist noch nichts bekannt. Der Vorfall wird nun von Ermittlern des Verteidigungsministeriums untersucht. Das U-Boot befindet sich nun im Militärhafen Seweromorsk nahe Murmansk.

Das Ministerium ließ offen, wo genau sich der Vorfall ereignete und um welches U-Boot es sich handelt. Unbestätigten Medienberichten zufolge gehe es um das U-Boot AS-12, das auch unter dem Namen „Loscharik“ bekannt ist. Es ist seit 2003 in Betrieb, hat einen Atomantrieb und kann eine Tiefe von einigen Tausend Metern erreichen.

2008 starben 20 Personen bei U-Boot-Testfahrt
Es ist der schwerste Vorfall auf einem russischen U-Boot seit 2008. Damals starben 20 Marineangehörige und Zivilisten auf einer Testfahrt an Bord des Jagd-U-Bootes „Nerpa“ (Robbe) an einer Gasvergiftung, als das Feuerlöschsystem ansprang und das tödliche Kältemittel Freon ausströmte.

Untergang der „Kursk“ forderte 118 Todesopfer
Für weltweite Schlagzeilen sorgte 2000 der Untergang des Atom-U-Boots „Kursk“, damals eines der modernsten Schiffe der russischen Flotte. Das Unglück mit 118 Toten war durch einen defekten Torpedo ausgelöst worden. Viele Fragen blieben aber offen. Der Großteil des Berichts ist bis heute geheim. 1989 zerstörte im Nordatlantik ein Brand das sowjetische Atom-U-Boot „Komsomolez“, 42 Matrosen starben.

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