02.07.2019 15:33

In Kuchl

Schüler nahmen Bahn-Baustelle genau unter die Lupe

32 Schülerinnen und Schüler der Volksschule Faistenau haben sich in Kuchl einen Eindruck von einer Bahnbaustelle gemacht. Sie nahmen die ökologischen Begleitmaßnahmen der ÖBB und auch eine Bahnbau-Spezialmaschine unter die Lupe.

Seit März erneuern die ÖBB die Tauernbahnstrecke zwischen Kuchl Garnei und Kuchl. Dabei wurden auch umfangreiche ökologische Schutz- und Begleitmaßnahmen für Tiere und Umwelt gesetzt. Die Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen der Volksschule Faistenau nutzten diese Gelegenheit, um gelernte Inhalte des Sachunterrichts in der Natur zu erleben und sich selbst ein Bild davon zu machen. Die ÖBB unterstützten diese Exkursion, die Projektverantwortlichen standen den Kindern Rede und Antwort. Auf den Besuch hatten sich die Kinder intensiv vorbereitet. „Wir haben über heimische Reptilien und Bahnnetze gelernt und uns im Vorfeld Videos von Gleisbauarbeiten angesehen. Die Kinder waren sehr interessiert. Es ist super, dass wir uns das jetzt vor Ort ‚live‘ ansehen konnten“, so die Lehrerinnen Elisabeth Lemmerer und Melanie Podlipnik.

Umfangreiche ökologische Maßnahmen der ÖBB
Bei diesem Bauvorhaben wurden, um die Einschränkungen im Zugverkehr auf ein Minimum zu reduzieren, auch Arbeiten abseits des Gleises über temporär errichtete Baustraßen durchgeführt. Da diese Baustraßen in das Ökosystem eingreifen, setzten die ÖBB umfangreiche ökologische Schutz- und Begleitmaßnahmen um. Es wurden 250 Fangeimer, 2,5 km Zaun und 60 Schlangenbleche ausgelegt, die täglich ein bis zwei Mal kontrolliert wurden. Gefangene Tiere wurden in Ersatzverstecke und auf ein eigens dafür angekauftes Areal gebracht. Eingesammelt wurden von den Zoologen des Instituts für Ökologie zehn verschiedene Arten. Martin Kyek: „Darunter waren mehrfach auch EU-rechtlich streng zu schützende Arten wie Schlingnattern, Zauneidechsen oder Äskulapnattern.“ Eine Besonderheit stellte eine Griechische Landschildkröte dar, die umgehend ins Haus der Natur gebracht wurde. Die Begleitmaßnahmen sind für zwei Jahre angesetzt. Die Baustraßen werden bis Endes des Jahres wieder rückgebaut und die Tiere können sich nächstes Jahr wieder in ihrem natürlichen Lebensraum niederlassen. Lena Teubl, Mitarbeiterin Institut für Ökologie: „Ich war täglich auf der Baustelle. Wenn wichtige Grabungsarbeiten im Böschungsbereich waren, dann bin ich direkt neben der Baggerschaufel gestanden und habe darauf geachtet, dass ausgegrabene Reptilien in Sicherheit gebracht wurden.“
Die Schülerinnen und Schüler konnten im Bahnhof Kuchl auch eine Gleisstopfmaschine von Reinhard Hierzegger, Streckenmanagement und Anlagenentwicklung (SAE) erklären lassen und sie später auch in Aktion sehen. „Die Kinder waren richtig neugierig und haben viele interessante Fragen gestellt. Wir freuen uns, dass wir diese Exkursion ermöglichen und den Kindern zeigen konnten, dass die ÖBB nicht nur klimafreundlich unterwegs sind, sondern auch bei ihren Bauarbeiten auf die Tiere und die Natur Acht geben.“

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