Mi, 17. Juli 2019
02.07.2019 13:00

In Salzburgs Wäldern

Über 13 Millionen Euro Schaden durch Schneelast

Die massiven Schneefälle im Jänner haben in den Wäldern Salzburgs enorme Schäden angerichtet. Alleine beim Katastrophenfonds des Landes wurden bisher knapp 1.500 Anträge mit einer Schadenssumme von über 13 Millionen Euro gestellt. Das seien mehr Fälle durch Schneedruck als in den 25 Jahren davor zusammen, informierte Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) am Dienstag bei einem Mediengespräch.

Ganz konkret wurden bisher 1.237 Schäden durch Schneedruck, 144 Lawinenschäden und 90 Schadensfälle durch Erdrutsch und Vermurungen gemeldet. Das ergebe eine Schadenshöhe von 13,2 Millionen Euro, die Beihilfe aus dem Fonds - in der Regel 30 Prozent der angemeldeten Summe - werde rund vier Millionen Euro betragen. „Zum Vergleich: Von 1994 bis 2018 wurden 1.169 Fälle von Schneedruck gemeldet“, berichtete Schwaiger. Die Zahl der Schadensmeldungen dürfte sich allerdings nicht mehr groß erhöhen: Anträge müssen nämlich binnen sechs Monate ab dem Schadenseintritt beim Land einlangen.

Regional betrachtet waren das Lammertal im Tennengau und Teile des Flachgaus und des Pongaus besonders betroffen. Schwer unter Schneeschäden leiden auch die Besitzer von Almen, weil dort die Aufräumarbeiten schwierig sind und die Topographie den Einsatz von großen Maschinen oft nicht zulässt. „200 bis 300 Stunden Handarbeit sind nötig, um eine von einer Lawine zerstörte Alm- oder Weidefläche in der Größe von eineinhalb bis zwei Hektar frei zu räumen. Bagger können oft nicht zu diesen Regionen vordringen“, so der Landesrat.

Entschädigungen aus dem Katastrophenfonds gibt es nur für nicht versicherbare Schäden, die für Betroffene zudem „eine spürbare materielle Belastung“ zur Folge haben. Einreichen können sowohl Private wie Betriebe und Genossenschafen. Vor allem Landwirte mit Waldbesitz haben das nun getan, sagte ein Sprecher Schwaigers. „Wir haben Waldstücke, bei denen die Holzernte zu 100 Prozent ausfallen wird.“ Ein Problem sei auch, dass vor allem viele dünne Bäume umgeknickt sind, die schwer verwertbar seien. Zudem liege der Holzpreis derzeit im Keller.

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