01.07.2019 09:08

350 Kräfte im Einsatz

Waldbrand-Katastrophe: 900 Menschen evakuiert

Ein Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern bedroht mehrere Dörfer. Knapp 900 Menschen mussten seit Sonntag ihre Wohnungen verlassen. Das Feuer breite sich „sehr, sehr schnell aus“, sagte der Sprecher der Einsatzleitung.

Betroffene Menschen kamen in einer Halle unter. Die Einwohner, die noch in ihren Häusern sind, werden gebeten, vor Ort dringend auf Lautsprecherdurchsagen zu achten. Es sei nicht ausgeschlossen, dass weitere Wohnungen und Häuser in anliegenden Dörfern oder Ortschaften evakuiert werden müssen, sagte der Sprecher weiter. Rund 350 Einsatzkräfte sind demnach im Einsatz, um Ortschaften zu schützen.

Bodenfeuer wütet auf über 180 Hektar
Bereits am Sonntag mussten mehrere Hundert Menschen ihre Wohnungen verlassen. Am Abend standen die Flammen 400 Meter vor Alt Jabel und 800 Meter vor Hohen Woos. Der Waldbrand wütete dem Sprecher zufolge auf einer Fläche von mehr als 180 Hektar. Es handle sich vorrangig um Bodenfeuer.

„Wasserwand“ soll Feuer „abfangen“
Um die Ortschaften vor einem Übergreifen des Feuers zu schützen, richtete die Feuerwehr eine sogenannte Riegelstellung ein. Dabei werden etwa alle zwanzig Meter Feuerwehrmänner postiert, die mit einem Wasserstrahl eine regelrechte „Wasserwand“ erzeugen. Der Brand soll somit „abgefangen“ werden.

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz gestalten sich die Löscharbeiten schwierig, weil „Munition allen Kalibers“ dicht unter der Erdoberfläche liegt, hieß es weiter. Unter anderem war ein Löschpanzer im Einsatz. Seit Montagmorgen soll mit Hilfe von zwei Polizeihubschraubern aus der Luft gelöscht werden.

Die Brandursache war noch unklar. Die Behörden schließen Brandstiftung nicht aus.

 krone.at
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