27.06.2019 09:18 |

Zehnte Teilnahme

Beachvolleyball-Star Doppler egalisiert WM-Rekord

Beach-Volleyballer Clemens Doppler nimmt am Freitag seine zehnten Weltmeisterschaften in Folge in Angriff. Seit den Heim-Titelkämpfen 2001 in Klagenfurt war der Oberösterreicher immer dabei, wenn es um die Medaillen ging. Vor zwei Jahren auf der Wiener Donauinsel gelang ihm mit Partner Alexander Horst mit Silber ein „Sommermärchen“. In Hamburg treten die beiden daher nun als Vize-Weltmeister an.

Doppler selbst hat über die vergangenen rund zwei Jahrzehnte mitbekommen, wie sich in seiner Sportart alles geändert hat. „Da hat sich schon gewaltig viel getan. Angefangen vom Spielkonzept bis hin zur Athletik und Rundum-Betreuung mit Scout, Physio und Trainer“, sagte der 38-Jährige. „Früher gab es eine Dominanz der US-Amerikaner und Brasilianer. Natürlich können die noch immer gewinnen, doch die Europäer haben extrem aufgeholt, wenn nicht sogar überholt.“

„Das macht mich stolz“
Mit seiner Teilnahme in Hamburg stellt Doppler den Rekord des Brasilianers Emanuel Rego ein, sonst kam bei den mit den nunmehrigen insgesamt zwölf Weltmeisterschaften keiner auf zehn oder mehr Teilnahmen. „Er trägt einen der drei größten Namen in der Geschichte unseres Sports“, meinte Doppler in einem Interview für die WM-Website. „Mit ihm in einem Atemzug genannt zu werden und mit ihm einen Rekord zu halten, ist etwas, das mich sehr stolz macht.“

Wenn Doppler an Klagenfurt vor 18 Jahren zurückdenkt, merkt er die großen Veränderungen bei sich und im Spiel an sich. „Ich war damals 20 und weit davon entfernt, ein professioneller Athlet zu sein. Ich habe nur zum Spaß gespielt. Aber danach habe ich jedes Jahr noch mehr Spaß daran gehabt.“ Das war dadurch bedingt, dass der Welser besonders bei großen Events in der Regel immer seine Leistung gebracht hat.

Viel Liebe für den Sport
Und das, obwohl er zahlreiche Knie-Operationen hinter sich hat und man sich für EM, WM und Olympia stets auch qualifizieren muss. „Ich bin immer aufgestanden und zurückgekommen, da ich so viel Liebe für diesen Sport habe. Natürlich ist es auch Glück, dass ich nie verletzt war, als gerade Weltmeisterschaften waren. Aber immer dabei gewesen zu sein, zeigt von Konstanz. Darauf bin ich ziemlich stolz.“

Der Höhepunkt Dopplers war ganz klar die Silbermedaille vor zwei Jahren in Wien. Der Heim-Event mit den Massen an österreichischen Fans wird dem Routinier als Karriere-Höhepunkt in Erinnerung bleiben. „Mein bestes WM-Abschneiden davor war ein neunter Platz, was nicht schlecht ist. Aber was in Wien passiert ist, ist ein Märchen.“ In Hamburg sogar Gold zu holen, hält Doppler für nicht unmöglich. „Aber das Wichtigste für uns ist, Spaß zu haben. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.“

krone Sport
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