26.06.2019 16:00

Wegen Überlastung:

Spitäler im Land brauchen 20 Prozent mehr Personal

In Oberösterreichs Spitälern herrscht in der Pflege große Personalnot, was sich in (zu) belastenden Arbeitsbedingungen für viele dort Beschäftigte niederschlägt. Eine umfassende AK-Studie, für die 216 Interviews mit Betroffenen gemacht wurden, zeigt, dass rasch gegengesteuert werden muss. AK-Präsident Johann Kalliauer fordert eine Personalaufstockung um 20 Prozent, das sind 2500 Vollzeitkräfte!

Fünf Bereiche, in denen rasch gehandelt werden muss, weil sie die Betroffenen besonders belasten, zeigt Kalliauer gemeinsam mit Studienautorin Heidemarie Staflinger auf.

„Arbeitszwang“ bei Personalausfällen
Da geht es um zu geringe Reserven, um Personalausfälle zu kompensieren, was manchmal zu „Arbeitszwang“ für Andere führt. Die Beschäftigtenstruktur mit 85 Prozent Frauenanteilund viel Teilzeitarbeit werde in der Praxis zu wenig berücksichtigt.

Zu wenig Zeit für Demenzkranke
Überlastete Arbeit in der Nacht und an den Wochenenden, fehlende Zeit für die wachsende Gruppe der Demenzkranken und lückenhafte Personalberechnungsmodelle sind die drei weiteren Akutthemen.

Personalaufstockung rasch notwendig
Die Kernforderung daraus: „Es braucht so rasch wie möglich eine Personalaufstockung um 20 Prozent“, sagt Kalliauer. Das sind rund 2500 Vollzeitarbeitskräfte mehr, in Teilzeit natürlich noch mehr.

Eine Vision ist gefragt
Dafür brauche es gerade in Zeiten sinkenden Pflegekräftenachwuchses eine Vision und eine darauf beruhende Strategie, meint Kalliauer. Bei der Erarbeitung dieser Personalstrategie bzw. einer Strategie für das Gesundheitswesen in Oberösterreich insgesamt werde die AK gerne helfen.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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