25.06.2019 09:58

Ohne Probleme

ISS-Raumfahrer wieder sicher auf der Erde gelandet

Drei Raumfahrer der Internationalen Raumstation (ISS) sind nach rund einem halben Jahr im Weltall sicher auf die Erde zurückgekehrt. Die Sojus-Kapsel mit dem russischen Ex-Kommandanten Oleg Kononenko und der US-Amerikanerin Anne McClain sowie dem kanadischen Astronauten David Saint-Jacques setzte am Dienstag in der Früh um 04.48 Uhr MESZ ohne Probleme in der kasachischen Steppe auf

Das war in einer Live-Übertragung der US-Raumfahrtbehörde NASA zu sehen. Der Flug von der ISS in einer Höhe von rund 400 Kilometer zurück zur Erde dauerte etwa drei Stunden.

Müssen sich wieder an Erdanziehung gewöhnen
Unmittelbar nach der Landung wurden die Raumfahrer von Mitarbeitern aus der kleinen Kapsel geholt und versorgt. Nach mehreren Monaten in der Schwerelosigkeit brauchen die Raumfahrer zunächst Hilfe, da ihre Muskeln erschlafft sind und der Körper sich erst wieder an die Erdanziehung gewöhnen muss. Erst nach medizinischen Untersuchungen dürfen die Raumfahrer in ihre Heimat zurückkehren.

Während ihres Aufenthalts auf der ISS arbeiteten die Raumfahrer an Dutzenden Experimenten und führten bei mehreren Außeneinsätzen wichtige Wartungsarbeiten an der Außenwand der Station durch.

Russe nun Kommandant im All
Vor dem Abdockmanöver hatte Kononenko noch die Verantwortung für die Station an seinen russischen Kollegen, den Kosmonauten Alexej Owtschinin, übergeben. Der Außenposten der Menschheit wird zunächst nur von einem kleinen Team bewohnt. Der nächste Start zur ISS ist am 20. Juli geplant, dem 50. Jahrestag der ersten Mondlandung. Dann soll auch der Luca Parmitano von der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) wieder auf der ISS leben und forschen.

Der Italiener fliegt mit dem NASA-Astronauten Andrew Morgan und dem Roskosmos-Kosmonauten Alexander Skwortsow zur Raumstation. In der zweiten Hälfte der Mission soll der 42-Jährige als erster Italiener die Führungsrolle übernehmen. Parmitano war bereits 2013 auf der ISS. Damals wäre er bei einem Außeneinsatz fast in seinem Raumanzug ertrunken, weil sich Wasser in seinem Helm gesammelt hatte.

 krone.at
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