21. Auflage in Linz

Bei Frauenlauf warten Medaillen und Rosen

Beim Linzer Frauenlauf wartet am Sonntag auf die Teilnehmerinnen eine Überraschung - wohl auch aus Dank für die faire Einstellung des weiblichen Geschlechts bei solchen Wettkämpfen.

1999 waren beim ersten Frauenlauf in Linz 120 Aktive am Start gewesen, heuer in Wien 33.000. Auch anderswo boomen Läufe, bei denen Männer zwar mit dabei sind – aber das meist „nur“ als Babysitter samt Kinderwagen oder als Anfeuerer samt Motivationsplakat am Streckenrand stehen. Doch warum ist das Laufen ohne männliche Beteiligung in? Wieso ist das weibliche Laufvolk einmal gern unter sich, während eine Lindsey Vonn (vergeblich) darum gekämpft hatte, sich im Ski-Weltcup mit Männern messen zu dürfen?

Frauenversteher
„Ich hab’ das alles selbst hinterfragt“, sagt der Veranstalter des Linzer Frauenlaufs: Ewald Tröbinger. Der vor der  21. Auflage am Sonntag inzwischen auch zum Frauenversteher geworden ist. Er weiß: „Bei Frauenläufen ist alles entspannter, stressfreier! Da vor einem gemischten Lauf fast alle Männer immer auf ihrer Stoppuhr herumdrücken, über ihre Bestzeit reden, um sich dann vor allem gegen Frauen duellieren zu wollen. Diesen Geschlechterkampf gibt es hier nicht – deshalb herrscht eine andere, ruhiger Stimmung!“

„Alle freuen sich mit den Siegerinnen“
Umgekehrt kann Tröbinger aber auch keine Stutenbissigkeit unter den Frauen feststellen. „Als ob es die nicht geben würde“, sagt er grinsend. Was er auch durch das Verhalten im Ziel belegt sieht: „Wer es bei einer Siegerehrung nicht aufs Treppchen geschafft hat, haut normal ab! Aber beim Frauenlauf bleiben alle und freuen sich mit den Siegerinnen!“ Auf die heute übrigens neben einer Medaille auch je eine Rose wartet

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

Georg Leblhuber
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