22.06.2019 07:08 |

Stauchaos

Grünes Licht für dritte Kontrollspur aus Bayern

Wie die „Krone“ aus dem bayerischen Verkehrsministerium erfahren hat, soll eine provisorische dritte Kontrollspur auf dem Walserberg noch vor der Sommerreisezeit kommen. Landesrat Stefan Schnöll (ÖVP) zeigt sich über die Neuigkeit zwar erfreut, bleibt aber in Sachen Ausweichverkehr dennoch vorsichtig.

Nach dem langen Hick-Hack um die Kontrollen an der Grenze auf dem Walserberg, dem daraus resultierenden Stau, dem Ausweichverkehr in den umliegenden Gemeinden, der Fahrbahn-Schäden auf der Autobahn, zahlreichen Straßensperren und einer von deutscher Seite versprochenen weiteren Kontrollspur, die erst nach dem Sommer kommt, scheint es nun einen kleinen Lichtblick zu geben. Wie die „Krone“ von der Sprecherin des bayerischen Verkehrsministers Hans Reichhart (CSU) erfahren hat, wird es ein Provisorium zum Beginn der Sommerreisezeit geben. Nach einer internen Prüfung wird die Autobahndirektion Südbayern „die wesentlichen Arbeiten für eine dritte Kontrollspur in einer provisorischen Form vorziehen“.

Erforderliche Restarbeiten sollen nach dem Sommer erledigt werden. Man darf aber aus Salzburger Sicht gespannt sein, ob dies tatsächlich umgesetzt wird. Versprechungen gab es auch schon zuvor. Das sieht Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) ähnlich: „Ein wenig Zurückhaltung schadet nicht, denn wir werden trotzdem unsere Maßnahmen gegen den Ausweichverkehr umsetzen und auch Straßen sperren müssen.“ Noch weiß keiner, wie groß die Auswirkungen auf den Rückstau sein werden. Dennoch kann man sich über die Ankündigung freuen. „Das ist natürlich sehr in unserem Sinn. Unsere Beharrlichkeit und Bemühungen haben sich ausgezahlt“, sagt Schnöll.

Die Zeit für die Errichtung des Provisoriums drängt in jedem Fall, da der Beginn der Sommerferien von Tag zu Tag näher rückt. Auf Salzburger Seite hat man sich auf ein rasches Handeln eingestellt. Wie berichtet könnte innerhalb kürzester Zeit eine weitere Fahrspur markiert werden.

Navi hält die Urlauber auf der Autobahn
Weniger Bewegung gibt es beim Ausweichverkehr - aber in einem etwas anderen Sinn. Autobahnausfahrten sollen ab Mitte Juli bei Stau komplett gesperrt werden, hatte das Land angekündigt. Bereits jetzt kann ein gewisser Einfluss auf die Navigationsgeräte festgestellt werden: Ein „Krone“-Feldversuch von Wals in Richtung Süden nach Golling bewies, dass Lenker mit eingebautem Pkw-Navi stets auf die Autobahn geleitet werden. Frühere Ausweichrouten über Gemeinde- und Landesstraßen erkennen die Navi-Geräte schon jetzt als Sperre und leiten Fahrzeuge auf die Tauernautobahn um.

Felix Roittner
Felix Roittner
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