19.06.2019 17:59 |

Antrag im Stadtsenat

Salzach-Projekt: Jetzt ist die Stadtpolitik am Zug

Jetzt hat das Salzach-Projekt die Salzburger Stadtpolitik erreicht: Am Montag brachte die Bürgerliste einen Antrag zur „Gestaltung des rechten Salzachufers“ ein - gerichtet an die zuständige Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler. Wie berichtet gibt es Pläne, an der Salzach mehr städtischen Naherholungsraum zu schaffen. Unrterkofler steht dem Projekt positiv gegenüber.

Fast pünktlich tagte am Montag der Salzburger Stadtsenat. Die Bürgerliste ergänzte gleich zu Beginn die vorgesehen Tagesordnungspunkte um einen Antrag. Es ging um das Projekt Salzach-Ufer.

„Wir haben den Antrag eingebracht, weil die Ufer der Salzach im Stadtbereich schon jetzt als Freizeitflächen genutzt werden“, schildert Baustadträtin Martina Berthold. „Und hier gibt es noch großes Potenzial.“

Ein Potenzial, dem sich zwei Salzburger Architekturabsolventen gewidmet haben: Lukas Ployer und Horst Lechner haben für die beiden Uferseiten zwischen Überfuhrsteg und Kraftwerk Lehen neue, frische Ideen entwickelt. Teils sehr modern, teils gewagt, insgesamt aber sehr durchdacht.

„Es ist ein realistisch umsetzbares Konzept für einen Flussraum Salzach“, unterstreicht Berthold. „Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Flussraum zu einer pulsierenden Lebensader und so zu einem attraktiven Naherholungsgebiet werden kann.“

Antrag wurde zur Kenntnis genommen
Die zuständige VP-Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler nahm den Antrag zur Kenntnis. Verpflichtend ist er aber nicht. „Es liegt an der Stadtpolitik, diese Pläne zu überprüfen und weiter zu überlegen“, so Berthold. „In einem ersten Abschnitt könnte der Bereich zwischen Staatsbrücke und Müllnersteg gestaltet und so die unbefriedigende Radwegsituation gelöst werden.

Barbara Unterkofler zeigte sich in einer ersten Reaktion am Mittwoch dem Projekt nicht abgeneigt: „Ich selbst habe schon für eine Verbesserung und Belebung der Salzach-Ufer gekämpft, speziell beim Volksgartenbad. Es gibt und gäbe wirklich so tolle Ideen. Martina Berthold darf mich hier ruhig als Mitstreiterin sehen.“ Dennoch betont die frühere Baustadträtin und jetzige Vizebürgermeisterin: „Die Salzach ist ein wildes Gewässer. Es gibt viele Hürden. Das habe ich selber erfahren und musste ich auch so akzeptieren.“

Max Grill
Max Grill
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