20.06.2019 10:00 |

Sicherer Schulweg

„Frösche wichtiger als Sicherheit unserer Kinder“

Aus allen Himmelsrichtungen flatterten zuletzt E-Mails und Briefe unserer Leser zur Initiative „Sicherer Schulweg“ in die Redaktion. Ein Beweis dafür, dass uns allen die Sicherheit der Kinder am Herzen liegt. Groß ist die Sorge und der Wunsch nach einem Zebrastreifen auch in Moos, einem Ortsteil von Matrei in Osttirol

„In unserer Ortschaft gibt es viele Kinder, die jeden Tag mehrmals über die ungesicherte Bundesstraße B108 gehen müssen“, erklärt Anrainerin Lisa Steiner. „Trotz Ortsgebiet haben wir nur eine Tempo-60-Beschränkung.“ Diese wird angeblich aber nur selten eingehalten. „Und das Verkehrsaufkommen nimmt Jahr für Jahr zu. Vor allem im Sommer ist ein Straßenwechsel fast unmöglich“, ergänzt eine Nachbarin, Mutter von schulpflichtigen Kindern und solchen, die schon bald zum ersten Mal die Schulbank drücken werden.

Zebrastreifen entfernt
Unverständlich für die besorgten Eltern ist die Tatsache, dass es früher einen Zebrastreifen über die B108 gab, dieser jedoch vor einigen Jahren entfernt wurde. „Die Begründung war, dass der Zebrastreifen den aktuellen Regelungen nicht mehr entspricht“, so eine Mutter.

Aber nicht nur am Schulweg, sondern auch in der Freizeit ist man in Moos einer Gefahr ausgesetzt, wie Ramona Wibmer weiß. „Beim Spazierengehen müssen wir täglich die Straße überqueren. Viele Autofahren halten sich aber leider nicht an Limits. Ein Schutzweg wäre wichtig, aber bei uns ist die Froschverbauung wichtiger als ein sicheres Überqueren der Straße für Kinder“, wettert die Mutter einer kleinen Tochter.

Frosch-Tunnel errichtet
Zur Erklärung: In Seblas, einem anderen Ortsteil von Matrei, wurde für rund 700.000 Euro ein Tunnel für Frösche errichtet, die zuvor bei der Amphibienwanderung im Frühjahr kostspielig und zeitaufwendig über die Straße gebracht werden mussten. „Für eine Zebrastreifen oder eine andere Lösung, die zur Sicherheit unserer Kinder beiträgt, ist jeder Cent zu viel. In welcher Zeit leben wir, wo Amphibien eine Unterführung erhalten, aber die Kinder tagtäglich selber schauen müssen, wie sie über die Straße kommen?“, fragen sich die Eltern.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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