15.06.2019 17:06 |

Gluthitze, Gelsen usw.

Österreich droht ein Wetter-Sommer der Extreme

Eigentlich haben wir ja noch Frühling, doch hochsommerliche Temperaturen heizen uns kräftig ein. Mit 34,3 Grad in der Wiener Innenstadt sowie in Tulln (NÖ) hat die erste Hitzewelle des Jahres am Samstag ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der Wettermix mit Regen und Tropentemperaturen sorgt indes für eine Gelseninvasion.

Nach den 34,3 Grad am Samstag, die in der Wiener City und Tulln in Niederösterreich gemessen wurden, zeigt sich der Sonntag launisch. Kräftigste Gewitter durchbrechen die Tropenhitze. Am Montag halten sich vom Salzkammergut bis zum Wienerwald anfangs einige Wolken, die später der Sonne Platz machen. Gegen Nachmittag gehen in den Alpen und im Süden wieder Schauer nieder. Es kann wild zucken und heftig donnern. Im Donauraum, im östlichen Flachland und im Südosten sollte es trocken bleiben. Die Temperaturen erreichen bis zu 29 Grad. Die Verschnaufpause hält laut Ubimet aber nur kurz an, so steigen die Temperaturen zur Wochenmitte neuerlich an.

Föhn entfacht Waldbrand-Gefahr
Für die Feuerwehren bedeutet das wegen der Trockenheit Alarmstufe Rot und akute Waldbrandgefahr! Zusätzlich heizt Föhn - wie etwa in Absam in Tirol - die angespannte Lage immer weiter an. Gewarnt wird auch vor unbewachten Sonnwendfeuern.

Video: Waldbrand im Karwendelgebirge

„Viele Blutsauger schwirren schon“
Dieser tropische Wettermix von Schwüle und Überschwemmungen, die Lacken und andere stehende Gewässer hinterlassen, rufen Millionen an Plagegeistern herbei. Die brauchen wir beim Grillen und Baden so gar nicht. Der international renommierte Gelsenexperte Bernhard Seidel warnt jedenfalls vor einer Invasion der kleinen Vampire. „Viele Blutsauger schwirren schon, wir müssen uns aber auf ein noch heftigeres Stechgewitter gefasst machen. Denn die Gelsen vermehren sich derzeit explosionsartig.“

Die Stiche mancher der 45 in heimischen Gefilden herumschwirrenden Arten können auch gefährlich werden. Wegen des Klimawandels ist die Asiatische Buschmücke im Anflug und schon da und dort gesichtet worden. Sie verbreitet das West-Nil-Virus, das im schlimmsten Fall eine Hirnhautentzündung verursacht.

Martina Münzer und Mark Perry, Kronen Zeitung

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