Niemand informiert

15 Schüler kämpfen um Rückkehr von Kameraden

Die Familie ist eine ein von vielen, die aus Österreich abgeschoben wird – im Vorjahr wurden 5805 Migranten zwangsweise außer Landes gebracht –, aber die Reaktion der Mitschüler in St. Nikola berührt. Und die Direktorin ist sauer, weil sie niemand informiert hat.

„Wir bekamen keine Information, die Familie war einfach verschwunden“, ärgert sich Brigitte Greisinger von der Volksschule St. Nikola, wo der neunjährige Michael in die dritte Klasse ging. Seine Schulkameraden wussten auch nicht, warum er nicht zur Schule kam. Erst auf Nachfrage wurde geklärt, dass Michael, seine Eltern und zwei Brüder in der Nacht aus der Wohnung in Sarmingstein abgeholt und in die alte Heimat Ukraine abgeschoben wurden.

Offener Brief von Schulkollegen
Die 15 Schulkollegen von Michael haben sich sofort hingesetzt und einen offenen Brief an die Verantwortlichen geschrieben, in dem sie bitten, dass ihr Freund und seine Familie zurückkehren darf. In frühestens drei Monaten hat die Familie - Zeugen Jehovas - vielleicht die Möglichkeit, legal nach Österreich zu kommen.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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