14.06.2019 12:05 |

Warngrenze erreicht

Salzach-Pegel in zwei Bezirken gefährlich hoch

Hochwasser-Alarm im Oberpinzgau und im Pongau. Auch wenn die starken Regenfälle schon ein paar Tage zurück liegen, führen die Flüsse derzeit ungewöhnlich viel Wasser. In Mittersill und Schwarzach-Wallnerau wurden sogar die Pegel-Warngrenzen überschritten.

Der Katastrophenschutz warnt: Die Hochwassersituation im Bundesland Salzburg sei derzeit „lokal potenziell kritisch“. Besonders betroffen sind die Gebiete Oberpinzgau und Pongau. Am Donnerstag hat die Salzach in Mittersill mit 420 Zentimetern und in der Wallnerau bei Schwarzach im Pongau mit 390 Zentimetern die Warngrenze weit überschritten. Grund für diese brisante Situation ist die intensive Schneeschmelze. „Die Temperaturen betragen auf 2000 Meter Seehöhe um die 14 Grad. Die Null-Grad-Grenze liegt zwischen 3500 und 5000 Meter Seehöhe“, erklärt Johannes Wiesenegger vom Hydrografischen Dienst in Salzburg. Wie sich die Hochwassersituation weiter entwickelt, hängt von der Wetterlage der nächsten Tage ab.

Wetterprognose für das Wochenende durchwachsen

Die Prognose für das Wochenende sieht durchwachsen aus. „Am Freitag ist das Wetter noch stabil, spätestens am Samstag kommen erste Regenschauer. Sonntag und Montag wird es generell kühler und verregnet. Dramatische Auswirkungen auf den Hochwasserstand wird das aus derzeitiger Sicht nicht haben“, ergänzt Josef Haslhofer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. 

Schneeschmelze ist für Hochwasser verantwortlich

„Durch die außergewöhnliche Schneeschmelze hat die Salzach in den vergangenen Tagen im Oberpinzgau sowie im Pongau die Warngrenze erreicht. In der Nacht auf Donnerstag sind die Wasserspiegel aber schon wieder gesunken. Solche Werte kommen in der Regel alle zwei bis drei Jahre vor. Aber so eine Hochwassersituation wie zurzeit in Tirol haben wir in Salzburg nicht,“ erklärt Johannes Wiesenegger, Experte des Hydrografischen Dienstes in Salzburg. In Österreich gibt es den Hydrografischen Dienst bereits seit 125 Jahren.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer

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