Keine Verbesserungen

Tierschutz-Anträge scheitern an ÖVP und FPÖ

Daniela Holzinger-Vogtenhuber vom Parlamentsklub „Jetzt“ legte Anträge zum Verbot betäubungsloser Ferkelkastration, Verbot der Tötung von Eintagsküken zur Gewinnmaximierung und zum Verbot von Vollspaltenböden in der Schweinemast vor, wir haben berichtet. Leider blieben diese ohne Erfolg. Wenig überraschend stellte sich die ÖVP dagegen - aber auch die FPÖ, die sich zuletzt gegenüber der „Krone Tierecke“ noch als Partei der Tierfreunde deklariert hatte...

„Im Tierschutz darf die Politik nicht stehenbleiben, doch die Abgeordneten von ÖVP und FPÖ blieben sogar sitzen, als meine Fristsetzungsanträge zur Abstimmung kamen. Die Zeit der Ausreden ist vorbei und jetzt könnten wir handeln. Im Sinne der Menschen, im Sinne des Tierschutzes und damit letztlich im Sinne der Menschlichkeit“, sagt Holzinger-Vogtenhuber enttäuscht. Sie verortet eine neue türkis-blaue Koalition, "zumindest wenn es um den Fortbestand von Tierleid und den Schutz der Gewinne in der Agrarindustrie geht."

Bereits in der Vergangenheit entstand der Eindruck, das Abstimmungsverhalten der ÖVP-Abgeordneten sei mehr an den Bedürfnissen der Agrarlobby und der Landwirte orientiert, als am Wohl der Tiere. Insofern kam die Blockade dieser Seite wenig überraschend. Die FPÖ dagegen hatte sich zuletzt sehr interessiert daran gezeigt, positive Veränderungen für sogenannte Nutztiere herbeizuführen. Vor der EU-Wahl hatte Harald Vilimsky im Gespräch mit „Krone“-Tierexpertin Maggie Entenfellner gar eine Enquete zum Thema Tiertransporte in Aussicht gestellt.

Androsch: „FPÖ ist scheinheilig und unehrlich“
Auch die blaue Tierschutzbeauftragte Philippa Strache hatte sich in einem Gespräch mit „Jetzt“ unterstützerisch gegeben. „Bei der FPÖ zeigt sich, dass man im freiheitlichen Klub außer schöne Worte schlussendlich nichts für Tierwohl übrig hat“, schließt Holzinger-Vogtenhuber. Und SPÖ-Tierschutzsprecher Maurice Androschbezeichnete die FPÖ als scheinheilig und unehrlich: „Bis heute wurden alle Anträge, die entweder eine Reduktion von Tiertransporten oder mehr Kontrollen zum Ziel hatten, von ÖVP und FPÖ abgelehnt“, so Androsch.

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