Do, 27. Juni 2019
13.06.2019 14:43

Deal ging schief

Streit um Drogen: Rucksack mit 6200 Euro geraubt

Dass sie überfallen wurden, hätten am Dienstag in Kobenz bei Knittelfeld zwei Dealer aus gutem Grund totgeschwiegen, wären nicht im geraubten Rucksack 6200 Euro an Drogengeld gewesen. Also erstatteten sie die Anzeige und behaupteten, dass sie ein Auto kaufen wollten. Am Schluss flogen alle auf - Täter und Dealer.

Die in Liezen wohnhaften Dealer, ein 18-jähriger Türke und ein 19-jähriger Bosnier, fuhren Dienstagabend nach Kobenz, wo sie sich auf dem Parkplatz vor dem Freizeitzentrum mit drei Kunden trafen. Ihren Aussagen zufolge zettelten die Abnehmer unter dem Vorwand, sie wären bei der Menge an Marihuana betrogen worden, einen Streit an.

Plötzlich zog ein Täter ein Messer, ein anderer hielt eine Eisenstange in der Hand. Beide schlugen auf den 18-Jährigen ein und verletzten ihn. Dann raubten sie den Rucksack, in dem sich 50 Gramm „Stoff“ sowie 6000 Euro befanden, die das Duo durch den Verkauf von Drogen verdient hatte.

Beraubte Dealer gingen notgedrungen zur Polizei
Den Überfall hätten die Dealer am liebsten totgeschwiegen, wäre nicht das viele Geld weg gewesen. Also gingen sie notgedrungen zur Knittelfelder Polizei, erstatteten die Anzeige und behaupteten, dass sie mit den 6200 Euro einen Gebrauchtwagen kaufen wollten.

Der Kriminaldienst Knittelfeld und die Suchtgiftgruppe Murtal übernahmen die Erhebungen, und das mit großem Erfolg. Sie kamen den (amtsbekannten) Räubern rasch auf die Spur und konnten sie fünf Stunden nach der Tat in einer Knittelfelder Wohnung festnehmen. Ein Tschetschene (23) und ein 25-Jähriger aus Venezuela sind in Haft, ein 20-jähriger Steirer- er sah nur zu und ist zudem berufstätig - bleibt auf freiem Fuß.

Dumm gelaufen
„Wir waren da, noch bevor die Verdächtigen den Inhalt des geraubten Rucksacks gebrauchen konnten“, berichtet ein erhebender Beamter. Das gesamte Geld war im Rucksack, dazu einige Deka Marihuana. Dieser Umstand wiederum überführte die Anzeiger als Drogendealer. Auch sie wurden angezeigt, das mutmaßliche Drogengeld ist beschlagnahmt. Dumm gelaufen . . .

Manfred Niederl
Manfred Niederl

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