Bulmor-Kunde pleite

Perger zittern mit dem britischen Stahl-Riesen

5000 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs, ein Konkursverwalter hat nun das Sagen, der Betrieb geht weiter, doch der Stahlproduzent könnte zerschlagen werden! Mit der Pleite von British Steel will man nicht nur das erste große Opfer des Brexit gefunden haben. Auch eine Mühlviertler Firma ist von den Turbulenzen betroffen.

Einen Überbrückungskredit von umgerechnet 136 Millionen Euro soll die britische Regierung dem in Turbulenzen geratenen Stahl-Hersteller schon gegeben haben. Als das von Scunthorpe aus agierende Unternehmen zusätzlich noch 34 Millionen Euro gebraucht hätte, winkte man ab - damit war das Insolvenz-Schicksal von British Steel besiegelt. Insolvenz, eine ungewisse Zukunft, womöglich sogar die Zerschlagung droht dem britischen Stahl-Riesen, der rund 5000 Mitarbeiter beschäftigt.

„Trifft uns unerwartet“
Für Seitenstapler-Hersteller Bulmor sind die Entwicklungen ein heftiger Schlag. Die Engländer sind nämlich ein Großkunde der Perger und deren 180 Beschäftigte große Belegschaft. Auch derzeit werden im Mühlviertel wieder viele Fahrzeuge für British Steel hergestellt, ein Großteil des Auftrags ist produziert, steht zur Auslieferung auf die Insel bereit. „British Steel ist ein langjähriger, treuer Kunde. Uns trifft die Situation unmittelbar und auch unerwartet“, sagt Bulmor-Geschäftsführer Günter Kitzmüller, der auf eine positive Wende hofft: „Wir warten auf weitere Informationen, ob das Unternehmen nicht doch in Teilen weitergeführt wird.“

Noch kein Schaden
Die Seitenstapler aus Perg werden für ein Versand-Lager von British Steel eigentlich dringend benötigt, weiß Kitzmüller, der betont: „Bislang haben wir noch keinen finanziellen Schaden.“

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger

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