03.06.2019 15:00 |

Um Asphalt zu schonen

Wiener Fiaker-Pferde jetzt auf Gummi unterwegs

Immer wieder in der Kritik stehen die Wiener Fiaker. Sie zerstören den Asphalt, heißt es etwa aus dem 1. Bezirk. Das wollen die Kutscher nicht auf sich sitzen lassen und testen neue Hufeisen. Gummi und Hartplastik statt Eisen. Zudem fordern sie mehr Standplätze. Sonst umstellen sie das Rathaus.

Seit Montag sind die ersten Pferde mit neuen Beschlägen unterwegs. Es gibt zwei Modelle: eines aus vulkanisiertem Gummi und eines aus Hartplastik. Die Veterinärmedizinsche Uni beaufsichtigt das Projekt. Wichtigstes Kriterium: „Die Hufeisen müssen mindestens vier Wochen halten. Sonst wächst der Huf nicht so schnell nach, um einen neuen Beschlag aufzunageln“, erklärt Fiakerunternehmerin Ursula Chytracek. Schon einmal ist deshalb ein Pilotversuch gescheitert. Ein Plastikhufeisen zerbröselte zu schnell. Das soll jetzt (mit verbesserter Formel) anders sein.

„Wir wollen nur Aufmerksamkeit, damit die Politik aufwacht“
Das zweite Thema, das die Kutscher bewegt, ist die Standplatznot. „Für 58 Fiaker gibt es nur 44 Plätze“, so Chytracek. Am Stephansplatz wurde reduziert, der Michaelerplatz wackelt. Die Pferde sollen am Heldenplatz stehen dürfen, ist die Forderung. Kommt nicht rasch eine Lösung, umstellen die Fiaker am 11. Juni das Rathaus. „Wir wollen nicht den Verkehr behindern, nur Aufmerksamkeit, damit die Politik aufwacht“, heißt es.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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