So, 16. Juni 2019
03.06.2019 13:55

Dutzende tote Tiere

Mysteriöses Walsterben lässt Forscher rätseln

Der Fund von ungewöhnlich vielen toten Grauwalen an der US-Pazifikküste stellt Forscher vor ein Rätsel. Nach Angaben der Ozean- und Klimabehörde NOAA sind von Jänner bis Ende Mai in den Bundesstaaten Kalifornien, Oregon, Washington und Alaska rund 70 der Meeressäuger angespült worden.

Dies sei die höchste Zahl seit dem Jahr 2000, als ein ähnlich großes Sterben der bis zu 15 Meter langen Tiere beobachtet wurde, teilte die Behörde mit. Die Ursachen für den „ungewöhnlichen Sterblichkeits-Vorfall“ in diesem Jahr sollen untersucht werden, hieß es. Mögliche Todesursachen sind Unterernährung und Zusammenstöße mit Schiffen.

Viele Wale in geschwächtem Zustand
Nach Angaben der Biologen befinden sich viele Wale in einem geschwächten Zustand, der mit einer schlechteren Nahrungsversorgung in den arktischen Gewässern zusammenhängen könnte. Grauwale ernähren sich von Flohkrebsen und anderen kleinen Meerestieren. Die Wissenschaftler wollen unter anderem Auswirkungen der Meereserwärmung auf die Nahrungsversorgung prüfen. Grund für die letzte hohe Todeszahl 1999 und 2000 war der Nachrichtenagentur Reuters zufolge offenbar eine temporäre Ozeanerwärmung.

Grauwale leben heute nur noch im Pazifik, wobei zwischen einer westpazifischen und einer ostpazifischen Population unterschieden wird. Die ostpazifische Population überwintert vor den Küsten von Kalifornien und Mexiko und verbringt den Sommer im nährstoffreichen Golf von Alaska. Ihr Bestand wird auf derzeit 27.000 Tiere geschätzt.

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