Neuer Kommandant:

„Feuerwehr soll für Junge erlebbar gemacht werden“

Mit 19 Jahren kam Robert Mayer zur Freiwilligen Feuerwehr Schwanenstadt, 30 Jahre später ist der gelernte Elektrotechniker als neugewählter Landesfeuerwehrkommandant Chef von 91.000 Florianijüngern in Oberösterreich. Im Gespräch nimmt er auch zum Nazi-Posting eines Ex-Kommandanten Stellung.

„OÖ Krone“: Welche Herausforderungen erwarten Sie in der neuen Funktion?

Robert Mayer: Es vollzieht sich im Feuerwehrwesen ein großer Wandel. Das betrifft das Einsatzgeschehen, das sich durch Naturereignisse und neue Technologie stark verändert hat, aber auch den Ausbildungsbereich und das Freiwilligenwesen. Feuerwehrarbeit ist keine Selbstverständlichkeit. Die Eigenverantwortung der Bürger muss gestärkt werden.

„OÖ Krone“: Wie schaut es mit dem Feuerwehrnachwuchs aus?

Robert Mayer: Wir sind gut aufgestellt sind. Der Jugendanteil beträgt 37 Prozent.

„OÖ Krone“: Ein besonderes Anliegen ist Ihnen das Projekt „Gemeinsam.Sicher. Feuerwehr“.

Robert Mayer: Das ist eine Bildungsoffensive über Brand- und Katastrophenschutz, die im Kindergarten beginnt. Bis zur Matura haben wird für jede Ausbildungsstufe Unterrichtsmaterialien erstellt. Die Jugend soll sensibilisiert werden. Ziel ist, die Feuerwehr interessant und erlebbar zu machen.

„OÖ Krone“: Gibt es schon Nachahmer?

Robert Mayer: Ja, in Niederösterreich, in der Steiermark und in Salzburg. Eine Kooperation mit dem deutschen Bundesland Hessen wird ausgearbeitet.

„OÖ Krone“: Die Feuerwehr geriet gerade eben durch ein Nazi-Posting eines Ex-Kommandanten in die Schlagzeilen...

Robert Mayer: Es ist mir unverständlich, dass man so etwas schreiben kann. Ich bin froh, dass die Sache auch durch den Bürgermeister von Vorderweißenbach intensiv aufgearbeitet wird. Was passiert ist, ist unverantwortlich.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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