29.05.2019 21:22 |

krone.at-Gewinnspiel

Godzilla - Wie ein Monster zur Ikone wurde

Die Erde erbebt unter schweren Schritten, Menschen flüchten panisch vor einem riesigen, zerstörerischen Ungeheuer. Szenen wie diese sind bekannt aus den Filmen um Godzilla - das wohl bekannteste Riesenmonster der Filmgeschichte. Sein Name ziert sogar einen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood. Im Original heißt das Ungetüm „Gojira“, ein Wortspiel aus den japanischen Worten für Gorilla und Wal. Zum Kinostart von „Godzilla 2: King of Monsters“ wirft krone.at einen Blick auf die mehr als sechs Jahrzehnte umspannende Geschichte des japanischen Ungetüms (siehe auch Video oben) - und verlost dazu tolle Preise!

Die Kultkreatur spielte unter anderem in Dutzenden japanischen Filmen sowie in zwei US-Versionen, dem Flop von Roland Emmerich aus dem Jahr 1998 und der deutlich besseren Neuverfilmung von Gareth Ewards aus dem Jahr 2014 die Hauptrolle.

Das erste Werk wurde 1954 in Japan gezeigt. Die Idee dazu stammte von Produzent Tomoyuki Tanaka. Als Auslöser gilt das Schicksal der Mannschaft des japanischen Fischerbootes „Glücklicher Drache“, die im gleichen Jahr durch einen US-amerikanischen Kernwaffentest radioaktiv verstrahlt wurde.

Tanaka erschuf daraufhin ein durch nukleare Strahlung mutiertes Monster, das eine Mischung aus Tyrannosaurus und Riesenechse darstellt. Es kommt aus dem Meer und bringt mit seinem radioaktiven Atem Tod und Zerstörung. Das Monster hatte, der Filmlegende zufolge, zuvor viele Millionen Jahre schlafend im Meer verbracht, bevor Menschen es durch ihre Experimente mit Atomkraft zum Leben erweckten.

Vom Mann im Gummianzug zum digitalen Special-Effekte-Bombast
In den ersten Filmen brauchte es noch einen Darsteller, um Godzilla darzustellen - damals Nakajima Haruo. Doch die Entwicklung der Tricktechnik bietet längst ganz andere Möglichkeiten. Mittlerweile ist es 65 Jahre her, dass die Riesenechse Godzilla ihr erstes Filmabenteuer bestand und einen Mythos begründete. Kaum ein Filmwerk steht so sehr für Japan wie Godzillas Abenteuer. Die bisher gedrehten Filme lockten allein in dem Inselreich mehr als hundert Millionen Menschen in die Kinos, das Monster wurde zu einer Art Ikone.

Über den ungebrochenen Erfolg der Godzilla-Filme haben sich viele den Kopf zerbrochen. Eine geläufige Erklärung: Godzilla ist ein Gott der Zerstörung. Er ist heroisch, selbst wenn er übel ist und unterschiedslos alles zerstört. Lange galt Godzilla als nationaler Altbraum der Japaner. Das Monster verkörperte die Angst der Japaner vor Atomexperimenten. 

Monster hat eigenen Stern am Walk of Fame
Heute gilt Godzilla als cool, stark - und er spiegelt den jeweiligen Zeitgeist wider. Wohl auch ein Mitgrund warum die Japaner auch Jahrzehnte später noch ihre ganz eigenwillige Beziehung zu dem Monster pflegen. Schon zu seinem 50. Geburtstag hat das japanische Kultmonster zudem einen Stern auf Hollywoods Walk of Fame bekommen. Das Ungetüm erhielt das 2271. bronzene Ehrenmal auf dem Boulevard.

Godzilla hat auch schon seit Längerem so etwas wie ein soziales Gewissen. Er kämpfte gegen Umweltverschmutzung, Energieabhängigkeit und Gen-Manipulation, warnte vor Atomwaffen und Auswüchsen von Technik und Wissenschaft. Als er - 1991 in „Godzilla gegen König Ghidorah“ - Tokios neues Rathaus kurz und klein schlug, jubelten alle, die in dem protzigen, kostspieligen Wolkenkratzer das peinliche Sinnbild für die Exzesse der 1980er-Jahre in Japan sahen.

Passend also, wenn auch der aktuelle Godzilla der US-Neuverfilmung einen ernsten Unterton hat, der ganz dem besorgten Zeitgeist in Sachen Klimawandel und Umweltzerstörung entspricht. Der Mensch wird hier als „Infektion“ betrachtet, von der Godzilla und die anderen monströsen Kreaturen die Erde erlösen sollen. Zugleich wird aber der blinde Umwelt-Aktivismus so mancher Menschen an den Pranger gestellt.

Godzilla hat also auch im stolzen Alter von 65 Jahren nichts an seiner politischen Aussagekraft verloren …

krone.at verlost zum Kinostart von „Godzilla 2: King of Monsters“ (30. Mai) tolle Fan-Packages des kultigen Ungetüms.

Das Gewinnspiel ist beendet. Vielen Dank für die Teilnahme!

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Samstag, 25. Jänner 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.