Palliativstation Wels:

„Sind da, wenn Angehörige keine Kraft mehr haben“

„Wir dürfen Patienten ein Zuhause geben, wenn sie keines mehr haben. Diese Menschen bleiben unvergessen“, erzählt Pia Kaltenböck, Leiterin der Palliativstation im Welser Klinikum. In den vergangenen zehn Jahren begleitete das Team insgesamt Tausend schwerkranke Menschen in den letzten Stunden ihres Lebens.
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„Palliativ“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Mit einem Mantel umhüllen“ – genau das machen die zahlreichen Mitarbeiter der Palliativstation im Welser Krankenhaus seit April 2009 – sie versorgen todkranke Menschen nicht nur medizinisch, sondern sie schenken in der letzten Phase des Lebens Zuneigung und geben Halt. Die Station verfügt über zehn Betten für Patienten mit schwerer Symptomatik, die zuhause oder auf der Abteilung nicht zu bewältigen ist. Das Team besteht aus Profis aus den Bereichen Medizin, Pflege, Physiotherapie, Psychologie, Diätologie, Sozialarbeit und Seelsorge.

Es wird auch gelacht
Um den Stationsalltag etwas aufzulockern, gibt es immer wieder Treffpunkte am Gang. „Soziale Kontakte verkürzen den Kranken den Tag“, erklärt Kaltenböck.

Durchschnittsalter 71 Jahre
Das durchschnittliche Alter der 1700 Patienten seit der Eröffnung liegt bei 71 Jahren. Die Station arbeitet außerdem eng mit den Mobilen Hospizbewegungen zusammen. Dies ermöglicht, dass Patienten entlassen werden und zuhause weiterversorgt werden können.

Erinnerungscafé
Außerdem gibt es viermal jährlich ein Erinnerungscafé, wo Angehörige Gedenkseiten gestalten können und sich gemeinsam an die Verstorbenen erinnern.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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