29.05.2019 14:30 |

History in Salzburg

Wie es mit dem Fliegen begann

1912 erster Start von einem Exerzierfeld aus, 1926 das Volksfest zur Flughafen-Einweihung. Es war die Zeit wagemutiger Pioniere: Karl Illner, Hans Guritzer, Igo Ettrich, Eduard Kuhn.

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Beachtliche 58 Jahre hatte die Startbahn auf ihrem Beton-Buckel, sie war vom 17. Juli 1959 an errichtet worden, damals 2200 Meter lang und 105 Millionen Schilling (7,63 Millionen Euro) teuer. Die erste Maschine, die hier landete, war eine Vickers Viskount Turbo-Prop-Maschine der British Airways. Sie setzte am 1. Juli 1960 auf der Piste auf, die man, um die notwendige Länge zu erreichen, gedreht hatte: Zuvor verlief die Startbahn von der jetzigen Himmelreich-Kreuzung zum Gasthaus Kuglhof.

Die neue Piste, mittlerweile 2850 Meter lang, wurde nicht verlängert. 117.000 Tonnen Asphalt wurden aufgebracht, zuletzt wurde noch die Oberfläche mit Hochdruckwasserstrahlen aufgeraut, um einen guten Grip für die Jets zu gewährleisten. 32 Millionen kostete die Sanierung, bei der auch die Pistenbeleuchtung auf LED umgestellt wurde.

Was für ein Fortschritt, wenn man denkt, wie alles begann: Josef Auer war es, der 1910 erstmals versuchte, mit einem Flugapparat in die Luft zu gehen: Sein Startversuch auf der neuen Pferderennbahn in Aigen misslang, er stürzte ab und überlebte leicht verletzt.

Karl Illner glückte der erste Start in Maxglan
Karl Illner war am 12. Mai 1912 der erste, der vom Maxglaner Exerzierfeld abhob. Igo Ettrich (1897-1967) hatte den Flieger („Ettrich Taube“) gemeinsam mit Ferdinand Porsche konstruiert. Nur fünf Jahre später warnte man die Salzburger erstmals vor der Gefahr aus der Luft: Es war Krieg und an der Front im Süden lieferten sich österreichische und italienische Piloten erbitterte Luftkämpfe.

Es war Marineflieger Hans Guritzer (1897-1932), der ab der Einweihung des Salzburger Flughafens 1926 bereits Rundflüge anbot. Mit 35 Jahren verunglückte er tödlich bei Vöcklabruck (OÖ). Eine Bö hatte seinen Flieger aus 50 Metern Höhe zu Boden gedrückt. Eduard Kuhn (1893-1932), Fliegerhauptmann im Ersten Weltkrieg, gründete mit Freund Hans Guritzer die „Alpenflug Salzburg-Bad Reichenhall“, eine Fliegerschule und er fungierte auch als erster Luftbild-Fotograf: Im Verlag seiner Frau Margarethe erschienen die ersten Ansichtskarten, die Salzburg aus der Luft zeigten. Eduard Kuhn verunglückte am 15. Juli 1932 beim Landeanflug unweit der Himmelreich-Kreuzung. Sein Freund Hans Guritzer starb nur 44 Tage später.

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