27.05.2019 16:10 |

Betrifft Salzburg

Ausweitung der Einflusszone

Wirklich überrascht haben sollte der Ausgang der Europa-Wahlen in Salzburg wenige. Es kam, wie es kommen musste.

Karoline Edtstadler darf sich jedenfalls freuen. Im Juli, wenn bei uns der Nationalratswahlkampf tobt, darf die ehrgeizige Salzburgerin als eine von 751 Abgeordneten im EU-Parlament ihr Büro beziehen.

Noch mehr freuen darf sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Seine noch mehrheitlich schwarze ÖVP kann nun mit Hilfe der türkisen Turbo-Twins Kurz und Schnöll ihren Einfluss bis nach Brüssel ausweiten.

Bestätigt darf sich Haslauer auch in seiner distanzierten Haltung zur FPÖ fühlen. Dass man an denen besser nicht anstreift, hätte er auch schon früher seinen jungen Kanzlerfreund in Wien in aller Deutlichkeit wissen lassen können. Die Freiheitlichen sollen Oppositionspolitik machen. Das können dort einige sogar.

Apropos können: Der Ordnung halber drei Sätze zur (Salzburger) SPÖ: Sie kann es nicht. Oder sie will nicht mehr. Gut ist das für eine Demokratie nicht.

Das ist aber kein Anlass zu übertriebener Sorge.

Die von der Sozialdemokratie selbst geschaffene Lücke wird, ähnlich wie in Deutschland, zunehmend von den Grünen geschlossen. Vor allem Salzburgs Stadt-Grüne mit Martina Berthold an der Spitze, stehen für eine zeitgemäße und sympathische Politik. Mit noch etwas mehr wirtschaftspolitischem Realismus könnten sich die Grünen als wichtiges Korrektiv für die manchmal etwas zu selbstzufriedene und behäbige ÖVP etablieren.

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