10.06.2019 18:27 |

Die erste Feuerprobe

Der Neustart rund um die „Justice League“

Die Welt der Superhelden wurde nach dem Batman-Event „Batman Metal“ und der Miniserie „Justice League: No Justice“ in ihren Grundfesten erschüttert. Scotty Snyder erkundet nun mit dem Zeichnerteam Jorge Jiménez und Jim Cheung die Möglichkeiten einer unendlich großen Welt und den bedrohlichen Gefahren, die jenseits der Galaxie schlummern. Hallo, Justice League!


Die Gerechtigkeitsliga, manchen besser bekannt als die „Justice League“, ist eine der ersten großen Gruppen des US-amerikanischen Comicverlags DC Comics. Grundsätzlich als neues Gadget gedacht, um in den 1960er-Jahren mehr Leser zu begeistern, wuchs die Beliebtheit des fiktionalen Superheldenteams bald soweit an, dass sie ihre eigene Serie bekamen. Mit wechselnd neuen Charaktern rund um einen relativ stabilen Hauptcast zählt die „Justice League“ in jeder Reinkarnation zu einem Bestseller der Comicbranche. Mittlerweile gibt es nicht nur Realverfilmungen, Animationsfilmue sondern auch Manga, Cartoons und zahlreiche Ableger. Manche davon erfolgreicher, andere eher weniger. Mit der Nummer 1 von „Justice League“ aus der Feder von Scott Snyder wird nun wieder Neuland betreten.

„... und hinter allem sah er das Gelächter, mit dem das Böse kommen würde.“
Das Heft beginnt nach dem Angriff der Omega-Titanen, nach dem Bruch des berüchtigen Quellenwalls (Anm. d. Red.: Die Mauer welche das gesamte „Multiversum“ umschließt). Neben dem Telepathen und Gestaltwandler Martian Manhunter wird die Justice League mittlerweile auch von Kendra Saunders - dem neuen „Hawkgirl“ - unterstützt, ebenso von „Wild Cards“ wie „Mr. Terrific“ und „Plastic Man“. Während der letzte Marsianer mithilfe seiner telepathischen Kräfte die komplette Liga zu einer Konferenzschaltung mitten in einem großen Kampf verbindet, sehen wir tatenlos zu, wie etwas Riesiges auf unsere Welt zusteuert. Es ist unaufhaltsam und es ist älter, als alles was wir kennen.

Auf der anderen Seite ist der Teilzeit-Antagonist Lex Luthor nach den Geschehnissen der letzten Hefte wieder vom guten Weg abgekommen und denkt die einzige Person zu sein, die weiß, um was es eigentlich im Leben geht. Der glatzköpfige Bösewicht, den man meisten aus den „Superman“-Geschichten kennt, legt sich in dem guten, besseren Wissen also mit Vandal Savage an - einem unsterblichen Superschurken, der bereits als „Jack the Ripper“ sein Unwesen trieb. Die „Justice League“ ist mächtig, aber kann sie wirklich mit all diesen Dingen fertig werden, die da auf sie warten?

Wem könnte es gefallen?
Grundsätzlich muss man sagen, als Comicleser kann man bei irgendeiner Nummer anfangen. Die ersten Hefte einer Serie eignen sich zwar gut für den Einstieg, aber das macht es nicht unmöglich, sich nicht auch woanders auszukennen. Durch das umfangreiche Material von Seiten des Verlages, bekommt man schnell einen guten Überblick, wo man ist und wohin es geht. Gerade die „Justice League“ schafft es oft Einsteiger für die Comicwelt zu begeistern. Man bekommt eine breite Vielfalt an diverser Helden serviert und kann sich den Beliebtesten dann einfach herauspicken.

Der Comic gibt einen idealen Vorgeschmack auf die Dimension der Welten, die in DC Comics herrschen und wenig Leute können das besser verknüpfen als Scott Snyder. Spätestens nach seinen großartigen Geschichten rund um Batman lag es ihm am Herzen, auch an anderen Superhelden sein Schreibgenie ausprobieren zu können. Jim Cheung, der mit den „Young Avengers“ eigentlich als Marvel-Zeichner bekannt wurde, und Jorge Jiménez, der mit „Superman“ und „Super Sons“ den Zeichenstandard der DC-Rebirthserie hoch hält, sind die perfekten Zeichner, um sowohl bunt, wie auch eindringliche Bilder zu gestalten. Die Serie fällt durch Humor und Ernst gleichermaßen auf, und nach der letzten Seite fragt man sich still, was diese „Totalität“ wohl für unsere Helden bereithält.

Snyder/Cheung/Jimenez, Panini Verlag

Aktuell sind die ersten sechs Hefte der Serie erschienen, Heft Nummer 7 ist angekündigt für den 20.8.2019.

Anna Krupitza
Anna Krupitza
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