24.05.2019 15:45 |

Rupert Hauer

Salzburger zum dritten Mal am Gipfel des Everest

Erfolg und Tragödie liegen knapp aneinander: Nur wenige Stunden, nachdem am Mount Everest (8.848 Meter) ein Bergsteiger aus Graz ums Leben gekommen war, hat der Salzburger Bergführer und Alpinpolizist Rupert Hauer am Freitag eine Expedition erfolgreich auf den Gipfel geleitet. Der 50-jährige Mauterndorfer (Lungau) stand dabei das dritte Mal binnen gut eines Jahres am höchsten Punkt der Erde.

Laut einem aktuellen Facebook-Posting von Hauer seien alle Teilnehmer, Sherpas und er selbst zwischen 5.30 und 6.30 Uhr früh Ortszeit am Mount Everest gestanden. „Leider war es zum Fotografieren etwas zu kalt“, schrieb er und schätzte die gefühlte Kälte samt Windeinfluss auf rund minus 50 Grad Celsius. Der Abstieg sei dann aber problemlos und ohne Verletzungen und Erfrierungen erfolgt. Für den Aufstieg hatte die Gruppe die Nordroute von der tibetischen (chinesischen) Seite gewählt. Hauer verwendete wie alle anderen Mitglieder Flaschensauerstoff.

Im Mai 2018 hatte Hauer als Expeditionsleiter binnen fünf Tagen zwei Mal zahlende Kunden für den Innsbrucker Veranstalter Furtenbach Adventures auf den Berg gebracht. Auch dieses Mal war er wieder für das Tiroler Unternehmen unterwegs. Ein Sprecher des Reiseveranstalters bestätigte am Freitag der APA gegenüber die Besteigung, konnte aber zunächst noch keine Details nennen.

Hauer hatte im Mai 2013 für Aufmerksamkeit gesorgt, als er rund 150 Höhenmeter unterhalb des Gipfels den eigenen Besteigungsversuch abbrach, um einem erblindeten amerikanischen Bergsteiger zu helfen. Er rettete dem Mann damit das Leben. Hauer zog sich beim Rettungseinsatz selbst schwere Erfrierungen an der Nase zu.

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