24.05.2019 10:00 |

Starke Nachfrage

Salzburger Firmen betreuen Kinder in den Ferien

Zu teuer, zu weit entfernt: Das Thema Kinderbetreuung in den Sommerferien stellt Eltern vor große Herausforderungen. Wie lassen sich fünf Wochen Urlaubsanspruch mit den neun Wochen der Kinder vereinbaren? Auch immer mehr Unternehmen in Salzburg springen auf den Zug von internen Betreuungseinrichtungen auf.

Ohne die Hilfe von Großeltern, Nachbarn oder Freunden könnten zahlreiche Eltern in Salzburg ihr Kind während der Sommerferien nirgends unterbringen. Die Gründe: Zu hohe Betreuungskosten sowie zu wenig Angebote in Wohnnähe. Das ergab eine Studie der Arbeiterkammer Salzburg (AK), welche die Meinungen von 400 Eltern aus der Stadt und dem Land Salzburg zu dieser Problematik einholte. Für rund ein Viertel aller Eltern war es schwierig, im vergangenen Sommer die Ferienbetreuung für ihr Kind zu organisieren.

Betreuung für Alleinerziehende finanziell oft schwer zu stemmen

„Besonders Alleinerziehende und auch Eltern mit geringem monatlichen Einkommen leiden unter dem Kostendruck. Im Schnitt macht die gesamte Betreuung rund 270 Euro aus, teurer wird es bei Feriencamps und Tagesmüttern“, erklärt Peter Eder, Präsident der AK Salzburg.

Große Unterschiede bei den Kinderbetreuungsangeboten gibt es vor allem zwischen Stadt und Land Salzburg. Während in der Stadt die Betreuung relativ gedeckt ist, gibt es in den Bezirken weitaus mehr Bedarf an Einrichtungen, besonders im Lungau.„Besonders Schulen sollen in Zukunft für eine Ausweitung der Betreuung gerüstet sein, sowohl hinsichtlich zusätzlichen Personals als auch der notwendigen Infrastruktur“, ergänzt Hilla Lindhuber, Leiterin der Abteilung Bildung, Jugend und Kultur in der AK Salzburg.

Salzburger Unternehmen setzen auf Kinderbetreuung

Auch einige heimische Unternehmen greifen das Thema Kinderbetreuung auf. Raiffeisenbank, Sparkasse, Sony, ÖBB sowie das Finanzamt in Salzburg bieten den Mitarbeitern einen Platz für ihre Kleinen. Die Betreuer sind großteils Pädagogen des Vereins Kinderfreunde Salzburg. Seit einem Jahr bietet die Firma Bosch in Hallein Kinderbetreuung für die Mitarbeiter an. „Mit unterschiedlichen Maßnahmen wollen wir uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Im Vorjahr kam uns dann die Idee einer Ferienbetreuung der Kinder unserer Mitarbeiter in den Sommermonaten. Anstatt vier Wochen wie letztes Jahr bieten wir heuer fünf Wochen durchgehende Betreuung für die Kinder an. Gemeinsam mit dem Verein “Kinderfreunde„ haben wir dieses Projekt umgesetzt“, betont Uwe Zeise, Kaufmännischer Leiter von Bosch in Hallein. 

Durchaus mit Erfolg: Im Vorjahr wurden 45 Kinder zwischen 5 und 13 Jahren im Bosch-Werk in eigens dafür eingerichteten Räumlichkeiten betreut. „Die Sommerferienbetreuung ist so gut angekommen, dass heuer schon 74 Kinder im Alter von 5 und 14 Jahren angemeldet sind“, berichtet Zeise.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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