Laut Hamp lag die Anzahl der jährlich produzierten Motoren und Getriebe seit 1992 stets über der Millionen-Grenze. 2009 schaffte man diese Marke mit 1,06 Millionen Stück allerdings nur knapp. Man sei nun auf einem guten Weg, wieder auf altes Produktionsniveau zu kommen.
Mitverantwortlich für den Optimismus des Chefs dürften unter anderem die neuen Märkte USA, Russland, China, Australien und Korea sein, die seit kurzem beliefert werden. Auch das Jubiläumsexemplar, ein Modell der seit Jänner vom Band laufenden 1,4-Liter-Turbo-Motoren, geht in die Vereinigten Staaten - genauer in das GM-Werk nach Lordstown in Ohio.
Bis zu 300 Millionen Euro an Staatshilfe möglich
"Kurzarbeit ist heuer kein Thema", versicherte der Werkleiter von Aspern einmal mehr. Was den Antrag einer Staatshilfe für die heimische Niederlassung anbelangt, sei dieser nach wie vor nicht eingebracht worden. Dies werde in den nächsten Wochen im Konzern entschieden, so eine Sprecherin. In Österreich könnte es dabei Kredite von bis zu 300 Millionen Euro geben.
"Kompliment an den Wirtschaftsstandort Wien"
Insgesamt wurden am Wiener Standort seit 1982 rund 11 Millionen Motoren und 19 Millionen Getriebe gefertigt. "Für die erste Million haben wir drei Jahre gebraucht", erinnerte sich Hamp. Mit 1,57 Millionen Aggregaten landete man 2007 den bisher unübertroffenen Rekord. Bis vor kurzem seien mehr als 95 Prozent der Geräte für Opel gebaut worden, die Abnehmerstruktur habe sich in jüngster Zeit aber stark verändert. So wird der heute gefeierte Antrieb etwa in einen Chevrolet-Wagen eingebaut.
Derzeit arbeiten im Wiener GM-Werk etwa 1.850 Mitarbeiter, wobei im vergangenen Dezember gut 100 Leiharbeiter neu aufgenommen wurden. Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SP), die dem Festakt ebenfalls beiwohnte, zeigte sich angesichts der Zahl von 30 Millionen beeindruckt und wertete dies als "Kompliment an den Wirtschaftsstandort Wien".
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