Erbe an Organisationen

Jeder zehnte Spendeneuro kommt aus Testamenten

Der Wohlstand und die lange Friedenszeit sorgen für teils beachtliche Privatvermögen. Was damit nach dem Tod geschieht, sollte zu Lebzeiten mit einem gültigen Testament geklärt werden. Eine Studie der Notariatskammer bescheinigt, dass Oberösterreich in der testamentarischen Erbregelung Musterschüler ist. Was auffällt: Immer mehr berücksichtigen auch gemeinnützige Organisationen.  

Gerade wenn der letzte Wille wirklich so vollzogen werden soll, wie es der Verstorbene wünscht, sollte ein Testament gemacht werden: „Das machen bei uns 42 Prozent aller über 40-jährigen, Oberösterreich ist Spitzenreiter“, sagt Michael Hawel, Vertreter eines Linzer Notars. Rund 56 Prozent gehen dafür zum Notar. Rund 15 Prozent können sich vorstellen, gemeinnützigen Organisationen Vermögen oder Immobilien zu vererben.

Welche sind seriös?
Wie ein Qualitätssiegel ist die Mitgliedschaft bei „Vergissmeinnicht - Die Initiative für das gute Testament“, die 85 Organisationen aus den Bereichen Soziales, Gesundheit, Umwelt- und Tierschutz oder Kultur vereint. Hier weiß man auch: Jeder zehnte Spendeneuro kommt von Testamenten.

Gültig und sicher
Jedes Testament, das bei einem Notar hinterlegt wird, ist im Österreichischen Zentralen Testamentsregister registriert. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der letzte Wille im Todesfall bekannt wird. Das Register enthält nicht die Urkunden oder deren Inhalt selbst, sondern nur Angaben darüber, von wem das Testament stammt und wo die Urkunde verwahrt wird.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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