22.05.2019 12:37 |

Versuchter Mord?

23-Jähriger steht nach Beil-Attacke vor Gericht

Wegen versuchten Mordes musste sich am Mittwoch ein Flüchtling aus Afghanistan verantworten. Der 23-Jährige soll im vergangenen November einem Mitbewohner im Streit mit einem Hackbeil drei Schnittwunden im Gesicht zugefügt haben.

Das Opfer erlitt eine stark blutende Schnittwunde an der Stirn und zwei am Nasenrücken, die Schnitte waren jeweils ein bis zwei Zentimeter lang. „Aus dem Nebenraum sind dann zwei Zeugen dazugekommen und haben ihm das Beil aus der Hand gewunden“, sagte Staatsanwältin Karin Sperling zu den Geschworenen. „Hätte der Angeklagte das Opfer mit voller Wucht getroffen, wäre es zum Tod gekommen.“

Der Verteidiger des 23-Jährigen sah das heute anders. „Er hat seinen ersten Schlag noch ungehindert geführt. Bei Mordabsicht hätte die Verletzung sicher anders ausgesehen.“ Das Opfer habe seinem Mandanten das Leben schwer gemacht. „Die beiden lebten auf engstem Raum zusammen. Da hat sich über längeren Zeitraum etwas aufgestaut.“ Der Angeklagte habe sich gegen die Angriffe wehren wollen und wahllos nach einem Gegenstand gegriffen.

Das Opfer sagte heute aus, dass er sich gerade nach einer beim Streit auf den Boden geschmissenen Teekanne bückte, als er den ersten Schlag abbekam. Der gerichtsmedizinische Sachverständige erklärte, die Wunden seien schnell ausgeheilt. Es seien keine wuchtigen Schläge erkennbar gewesen und es habe auch keine konkrete Lebensgefahr bestanden. Ein Urteil steht noch aus.

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