17.05.2019 09:55 |

Salzburg Inoffiziell

Blockiertes Kontrollamt

Gleich 28 Prüfaufträge hinterließ der alte Gemeinderat dem Kontrollamt, das damit die nächsten zwei Jahre beschäftigt wäre. Nun sollen einzelne zurückgezogen werden.

Von den Dienstautos der Stadtregierung über ARGE Kultur und Literaturhaus bis hin zum Umbau des Bauhofs oder den Beratungskosten der Stadtplanung: Der internen Revision der Stadt liegt eine ellenlange Liste an offenen Prüfungen vor. Elf Anträge stammen von der FPÖ, zehn von den Neos, je drei von ÖVP und SPÖ, einer von den Grünen.

Im Magistrat sind acht Prüfer tätig, die ihm Schnitt 15 Berichte im Jahr erstellen. „Mir wäre es wichtig, dass wir uns auf die großen Dinge konzentrieren könnten“, sagt Kontrollamtsdirektor Maximilian Tischler. Als Beispiele nennt er die Erhaltung der städtischen Wohnungen, die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs oder große kommunale Bauvorhaben.

Das sieht auch der neue Vorsitzende des Kontrollausschusses, Christoph Ferch (Liste SALZ) so. Deshalb hat er vor allem FPÖ und Neos aufgerufen, einzelne Aufträge wieder zurückzuziehen. „Wir sind hier gesprächsbereit“, so der blaue Klubchef Andreas Reindl. Lukas Rößlhuber von den Neos kündigt zwar an, mit Tischler reden zu wollen, will „dem lieben Herrn Ferch“ aber keinen Gefallen tun: „Wir haben das ja nicht aus Jux und Tollerei gemacht. Da geht es immer um Steuergeld.“

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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