15.05.2019 11:21 |

Millionen-Verluste

100.000 Passagiere weniger durch Pistensperre

Die Trafik am Flughafen ist zu, der Bäcker bäckt kleine Brötchen und ein Drittel der Flughafen-Belegschaft freut sich über eines: Endlich einmal sind fünf Wochen Urlaub am Stück möglich! Die Pistensanierung bis 28. Mai bringt ein Passagierminus von zumindest 100.000, man rechnet mit bis zu 10 Millionen € Verlust.

Ohne Flughafen bleiben viele Gäste aus: „Besonders die Engländer, die sonst meist am Freitag mit dem Jet für einen Wochenend-Trip anreisen“, sagt Stefan Herzl von „Panorama Tours“. Hotel-Ketten mussten Kongresse absagen oder verschieben, weil man derzeit nicht in Salzburg landen kann: „Wir haben deshalb die Pisten-Sperre bereits vor zwei Jahren kommuniziert, damit sich unsere Partner darauf einstellen können“, so Flughafen-Sprecher Alexander Klaus. Selbst Li Zhansu, Präsident des Chinesischen Volkskongresses, muss zu seinem Staatsbesuch am Samstag mit der Bahn aus Wien anreisen.

Ein Drittel der Airport-Belegschaft hält den Betrieb aufrecht und begleitet die Pisten-Sanierung, ein weiteres Drittel ist mit Schulungen und Wartungsaufgaben beschäftigt, der Rest genießt den Urlaub.

Wie wichtig der Flughafen mittlerweile für die Salzburger Wirtschaft ist, merkt man daran, dass sich im nahen Umkreis immer mehr Firmen ansiedeln: Porr errichtet seine Firmenzentrale in der Nähe des Hangar 7, Aldi-Süd und Hofer bauen bald ihre neues Hauptquartier für alle Auslandsbeteiligungen unweit der ÖFAG.

Aldi-Süd, Hofer und Porr bauen beim Flughafen

Die Ansiedlung dieser Firmen sind ein Hauptgrund für den neuen Kreisverkehr, der an der Innsbrucker Bundesstraße und der Karolingerstraße geplant ist. Die Arbeiten an der Piste verlaufen planmäßig, spätestens am 29. Mai soll der erste Flieger hier landen - vermutlich eine Eurowings-Maschine. Nächstes Vorhaben: ein neuer Terminal 1.

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
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