Fr, 24. Mai 2019
14.05.2019 17:00

28.000 verletzte Kids

Größte Gefahren für die Kleinsten lauern daheim

Drei Kinder im Alter von 16 Monaten bis vier Jahren verbrühten sich in am Wochenende in St. Martin/M., Offenhausen und Wels in der Badewanne oder mit Teewasser! So unglaublich es ist, diese Anzahl ist laut Statistik normal. Doch es lauern noch mehr Gefahren auf die Kleinsten: 28.000 Kinder verletzten sich in OÖ jedes Jahr, 80 Prozent daheim. Dabei sind neben Treppen und heißem Wasser die „Spaßbringer“ Trampolin, Schaukel und Fahrrad die größten Fallen.

„Der Patientenbringer Nummer 1 ist jedes Jahr wieder das Trampolin. Wenn wieder ein Diskonter diese Spielgeräte in Aktion hat, wissen wir, dass uns nicht langweilig wird“, sagt Oberarzt Jörg Breitwieser von der Kinder- und Jugendchirurgie an der Linzer Uniklinik.

Zwei Drittel leichte Blessuren
Das passt auch in die Unfallauswertung: Rund 20 Prozent der Unfälle passieren außerhalb des häuslichen Bereichs am Weg oder direkt in Kindergarten oder Schule. „Zwei Drittel davon sind leichte Blessuren wie Abschürfungen oder Verstauchungen, davon die meisten im Turnunterricht“, weißGunter Seebacher von der AUVA, die für Kinderunfälle außerhalb der Freizeit zuständig ist und im Vorjahr 9190 verletzte Kinder in OÖ registrierte.

Helme dämpfen die Verletzungs-Schwere
Die allergrößte Gefahr lauert daheim: 66 Prozent der Unfälle mit Unter-Fünfjährigen passieren laut Kuratorium für Verkehrssicherheit in Haus und Garten. Dabei sind Schaukel, Rutsche, Trampolin und Co. für jede fünfte Verletzung verantwortlich, danach kommen gleichFahrrad, Skateboard oder Scooter. „Durch die Benutzung von Helmen ist die Schwere der Kopfverletzungen zurückgegangen“, weiß Fritz Firlinger, Referent der Ärztekammer OÖ für Notfallmedizin.

Je nach Alter verschiedene Gefahren
Je nach Alter der Kinder ändern sich auch die Gefahrenpunkte: Unter 4-Jährige fallen von Stühlen oder aus Betten, stolpern über Stiegen oder ziehen Wasserkocher herunter. Dann verlagert sich das Geschehen an die Spielgeräte. Verletzungsmuster: Rissquetschwunden, Brüche von Armen und Beinen, Kopfwunden.

„Stichwunden immer lebensbedrohlich“
Was tun, wenn’s passiert? Notarzt Fritz Firlinger rät, bei Sturzverletzungen immer darauf zu achten, ob sich die kleinen Opfer etwa übergeben, sich auffällig ruhig verhalten oder Sehstörungen auftreten: „Dann sofort Arzt rufen.“ Stichwunden sind, seien sie auch noch so klein, im Oberkörper immer als lebensbedrohlich betrachten und klaffende Wunden nähen lassen.

Vorsorge hilft
Übrigens: Laut einer Unfallauswertung wären 60 Prozent der großen und kleinen Unglücke durch Vorsorge leicht vermeidbar.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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