Waffen im Feeling

Rund um Welser Disco tobt ein wilder Bandenkrieg

Relativ ruhig blieb es am Wochenende in und rund um das „Feeling“. Es ist wohl nur eine Frage, bis es bei der Problem-Disco wieder kracht. Denn nicht nur die Gäste sorgen für Tumulte. Laut der Welser Stadtpolizei tobt schon länger ein Bandenkrieg samt Schutzgelderpressungen. Deshalb sind sich auch Polizei und Politik einig, dass hier eine Waffenverbotszone her muss.

„Ein Gruppe von Tschetschenen möchte sich den Türsteherbereich krallen und so die Kontrolle über das ,Feeling’ an sich reißen. Die Geschäftsführung ist auch mit Schutzgelderpressungen konfrontiert“, schrillen beim Welser Stadtpolizeikommandanten Klaus Hübner die Alarmglocken.

Wilde Schlägereien 
Einmal soll bereits Schutzgeld an die Bande geflossen sein. Weil bei der zweiten Forderung die Disco-Bosse sich aber weigerten zu zahlen, flogen nicht nur die Fäuste. Auch Schlagstöcke, Totschläger, Messer und sogar Pistolen waren „im Einsatz“.

75 Vorfälle in zwei Jahren
Insgesamt kam es in den letzten zwei Jahren in und rund um das Lokal im Stadtteil Pernau zu 75 zum Teil schweren Verbrechen.

Ruf nach Waffenverbotszone
„Es wird nicht nur gerauft. Es gibt Körperverletzungen, sexuelle Belästigungen und es wird mit Drogen gedealt“, teilt auch FP-Stadtvize und Sicherheitsreferent Gerhard Kroiß die Forderung der Stadtpolizei nach einer Waffenverbotszone. Auch VP-Stadtrat Peter Lehner spricht sich klar dafür aus.

Gericht entscheidet über Sperrstunde um 2 Uhr
„Ich bin guter Dinge, dass Anfang Juni das Verbot kommt. Die Polizei arbeitet mit Hochdruck daran“, so Kroiß. Ebenfalls im Juni fällt beim Landesverwaltungsgericht das Urteil über eine Sperrstunde um 2 statt um 5.30 Uhr. Kroiß: „Ich hoffe, dass die Richter dem Einspruch der Disco-Betreiber nicht stattgeben und unser Ansinnen für eine Vorverlegung teilen.“

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