Viele Verbrühungen:

16 Monate alter Bub übergoss sich mit heißem Tee

Wieder ein Unglück mit einem Kleinkind, das sich gefährlich verbrüht hat. Am Sonntag übergoss sich ein 16 Monate alter Bub in Offenhausen mit heißem Tee. Seine Mutter hatte nur einen Moment lang die Küche verlassen. Genau zu dem Zeitpunkt griff der Kleine nach dem Becher. Er wurde ins Spital nach Linz geflogen.

Der 16 Monate alte Bub hielt sich mit der Mutter (44) in der Küche ihres Hauses in Offenhausen auf, während der Vater mit zwei anderen Söhnen im Wohnzimmer war. Als die Mutter den Raum nur kurz verließ, schnappte sich der Kleine einen Kinderhocker, den er zur Küchenzeile stellte. Er kletterte hinauf, griff nach dem Becher mit frisch aufgegossenem Tee und schüttete ihn sich über Arm und Oberkörper. Die Eltern stellten das verbrühte Kind sofort unter die kalte Dusche. Der Bub wurde in den Med Campus IV. nach Linz geflogen. Laut Auskunft der Ärzte besteht keine Lebensgefahr.

Vierjährige nicht auf Intensiv
Gebessert hat sich auch der Zustand der Vierjährigen aus St. Martin/M. die - wie berichtet - ins heiße Badewasser gefallen war. „Sie wird in der Normalstation versorgt und liegt nicht in der Intensivstation, es besteht also keine Lebensgefahr“, so das Kepler Uni-Klinikum am Sonntag. 

Fünfjährige besonders in Gefahr
Kinder bis fünf Jahren sind häufig von Verbrühungen betroffen. Wichtig ist, Gefahrensituationen gar nicht entstehen zu lassen. Am Esstisch sollten Gefäße mit heißen Getränken und Speisen unerreichbar für sie aufstellt sein. In der Küche sind Wasserkocher und heiße Töpfe eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Fürs Badezimmer gilt: Kinder keinesfalls unbeaufsichtigt lassen und die Temperatur des Badewassers vorab prüfen. 

Verletzungen nicht unterschätzen
Laut Simon Kargl, Vorstand für Kinder- und Jugendchirurgie im Uni-Klinikum, darf man solche Verletzungen nicht unterschätzen: „Verbrühungen sehen im ersten Moment oft harmloser aus als sie sind. Tatsächlich kann das Ausmaß der Schädigung der Haut erst nach mehreren Tagen sicher beurteilt werden.“

Jürgen Pachner, Christoph Gantner/Kronen Zeitung

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