08.05.2019 10:48 |

Kritik an SALK-Chefs

Davids Eltern: „Wir wollten nur Ehrlichkeit“

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) haben aufgrund eines neuen Gutachtens zwei Ärzte freigestellt - die erste Konsequenz nach dem Tod Davids in Folge einer OP vor mehr als einem Jahr. Dabei wollten die Eltern von Anfang an nur eines: Ehrlichkeit. „Die SALK haben uns einfach schon zu oft angelogen“.

31.000 Euro: Das kostete der elftägige Klinik-Aufenthalt von David zwischen dem 16. und 27. April 2018, alles nur aufgrund eines Blutschwämmchens auf der rechten Wange des Buben. Dies war der Grund für den Mini-Eingriff, bei dem der Bub Erbrochenes einatmete und letztlich auf der Intensiv verstarb. „Als wir die Rechnung gesehen haben, die die Versicherung anstandslos der SALK bezahlt hat, da hat es uns den Boden unter den Füßen weggezogen“, erzählen Mama Edda P. und Papa Thomas G. Ein paar Euro für einen Druckverband hätten gereicht, das wissen die Eltern spätestens seit dem neuen Gutachten: „Die Klinik macht finanziell aus diesem Vollpfusch noch einen Profit. Das ist dreist und entbehrt jeglicher medizinischer Ethik“.

Die Eltern über die Gründe des Eingriffs

Die Eltern nennen es „Überversorgung“ – ein durchaus kritisch beäugtes Phänomen in der medizinischen Welt. War es auch der Grund für die überhastete OP? „Durch das neue Gutachten fühlen wir uns noch mehr bestätigt, dass die Gründe die Boni durch die Sonderklasse-Versicherung und ein ruhiger Nachtdienst waren.“

Kritik wegen Unwahrheiten

Fest steht: Die Ärzte hätten statt einer OP „weitere Methoden der Blutstillung“ anwenden müssen. Zudem war der Blutverlust laut Gutachten „kein sehr bedeutender“ – es gab auch keine schlechten Blutwerte, das suggerierte aber die SALK laut den Eltern. „Mit solchen Unwahrheiten und Schutzbehauptungen wurden wir abgespeist“, kritisieren die Flachgauer und betonen: „Kein rechtliches Korsett ist so eng, dass kein Spielraum für Menschlichkeit und Ehrlichkeit vorhanden ist.“

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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