08.05.2019 09:00 |

Fahrt um 1 Euro

Grödig forciert jetzt die Öffis massiv

Der neue Grödiger Bürgermeister Herbert Schober will eine Trendwende bei der Öffi-Nutzung einleiten. Nicht nur die Jahrestickets werden gefördert, sondern ab Juli auch Einzelfahrten. Dies wird heute, Mittwoch, in der Gemeinde beschlossen. Ein weiterer Schritt soll der Ausbau des bestehenden Netzes und der Bahn sein.

„Wir wollen die Bürger zum Busfahren bringen“, sagt Herbert Schober, Bürgermeister von Grödig. Schon seit längerer Zeit wird in der Gemeinde das Jahresticket für den öffentlichen Verkehr mit 125 Euro unterstützt. „Das wird auch weiterhin so bleiben“, sagt der Ortschef. Nach der Tarifreform fahren die Grödiger damit um 240 Euro pro Jahr. Das alleine reicht Schober noch nicht: Ab Juli werden auch die Einzelfahrten stark unterstützt. Für nur einen Euro kann man sich das Ticket bei der Gemeinde abholen. „Aber maximal zehn Stück im Monat, weil wir damit ja nicht die Jahreskarte untergraben wollen, sondern den Menschen einen Anstoß zur Nutzung der Busse geben wollen“, so der Bürgermeister. Gefördert wird auch die „super s’cool card“ für Schüler und Jugendliche. Heute, Mittwoch, wird das Paket beschlossen. Schober rechnet mit Kosten von 50.000 Euro pro Jahr. Bereits am Dienstag trafen sich die Vertreter der Gemeinden Hallein, Grödig, Anif, der Landeshauptstadt und des Landes um die weitere Vorgehensweise südlich von Salzburg zu diskutieren und auch Verbesserungen zu beschließen.

Neue Linie 175 von Rif nach Salzburg
Neben der Verlängerung der Linie 5 bis zur Untersbergbahn wird die Linie 170 durch Anif im 15-Minuten-Takt geführt werden. Momentan fährt der Bus jede halbe Stunde. Für die Rifer Bevölkerung wird die Linie 175 neu eingeführt. Diese verbindet den Halleiner Stadtteil direkt mit der Landeshauptstadt. „Alleine für diese Maßnahme investiert das Land rund 700.000 Euro pro Jahr“, sagt Landesrat Stefan Schnöll. Alle Änderungen werden spätestens mit dem Fahrplanwechsel am 8. Dezember 2019 eingeführt.

700 Plätze bei Sportplatz für einen Park & Ride
Ein klares Bekenntnis gab es zum Ausbau der Lokalbahn bis in den Süden. Der Grödiger Ortschef lässt dabei gleich mit einer interessanten Möglichkeit aufhorchen: Die Parkplätze beim Sportplatz könnten als Park & Ride-Plätze genützt werden. „Immerhin stehen bereits 700 zur Verfügung“, so Schober. Diese Möglichkeit wurde aber bisher noch nicht näher diskutiert.

Felix Roittner
Felix Roittner
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