07.05.2019 11:22 |

Vor der Waffenruhe

Militanter Palästinenser mit Killer-Drohne getötet

Nach den Gewaltausbrüchen zwischen Israel und militanten Palästinensern am Wochenende, bei denen mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen sind, ist Montag früh eine Waffenruhe in Kraft getreten, die von den Palästinensern einseitig erklärt worden ist. Nun zeigt ein Video, wie Israel am Sonntag gezielt einen 34-Jährigen mit einer Drohne tötete.

Das israelische Gesundheitsministerium gab am Sonntag bekannt, dass Hammad al-Khudari tödlich getroffen wurde, als er in der Stadt Gaza in einem Auto unterwegs war.

Iranische Gelder in Gazastreifen gebracht
Die Armee teilte mit, der Mann habe iranische Gelder an die im Gazastreifen herrschende Hamas sowie die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad übermittelt. Damit habe er dabei geholfen, Raketenangriffe auf Israel zu finanzieren.

In der Vergangenheit hatte Israel immer wieder gezielt militante Palästinenser getötet, darunter auch Hamas-Führungsmitglieder. Nach dem Gaza-Krieg 2014 hatte das Militär im Rahmen einer Waffenruhe diese Praxis jedoch weitgehend unterlassen.

Waffenruhe auf wackeligen Beinen?
Vor allem mit Blick auf den anstehenden Song Contest in Israel bleibt abzuwarten, wie lange die Waffenruhe anhalten wird. Zwar gab es seit Montag früh keine gegenseitigen Angriffe mehr, Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu betonte jedoch, dass der Kampf gegen die militanten Palästinenserorganisationen noch nicht beendet sei.

„In den vergangenen beiden Tagen haben wir Hamas und Islamischen Dschihad mit großer Macht attackiert, wir haben mehr als 350 Ziele beschossen“, sagte er. „Die Kampagne ist noch nicht vorbei, sie braucht Geduld und Augenmaß. Wir sind bereit, weiterzumachen.“ Wichtigstes Ziel sei es, Ruhe und Sicherheit für die Einwohner des israelischen Südens zu erzielen.

Österreich steht hinter Israel
Die österreichische Regierung verurteilte den Raketenbeschuss der Hamas am Wochenende. „Wir verurteilen die Raketenangriffe aus Gaza aufs Schärfste und unterstützen Israels Recht zur Selbstverteidigung voll und ganz“, twitterte Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal. Österreich stehe hinter Israel, die Sicherheit des Landes und seiner Bevölkerung seien „Staatsräson“ für Österreich.

Die Eskalation kam nur gut eine Woche vor Beginn des Eurovision Song Contest in Tel Aviv, an dem auch Österreich teilnimmt. Die erste Probe für die Steirerin Paenda ging bereits am Montagabend über die Bühne. Insgesamt treten heuer 41 Länder beim Bewerb an.

 krone.at
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