Di, 21. Mai 2019
07.05.2019 05:26

Millionen fehlen

Poker um Finanzspritze für das Rote Kreuz

Morgen, Mittwoch, beschließt die Regierung die jährliche Erhöhung des Rettungsbeitrages. Die Probleme beim Roten Kreuz werden damit aber nicht gelöst. Weil die Zahl der Transporte steigt und Sonntagszulagen fällig werden, brauchen die Retter eine zusätzliche Millionenspritze. Jetzt werden die Bilanzen geprüft.

An Argumenten für den zusätzlichen Geldbedarf fehlt es beim Roten Kreuz nicht. Die Rettung sei im Dauereinsatz: Seit 2014 ist die Zahl der Krankentransporte um 16 Prozent auf 265.300 (im Jahr 2018) gestiegen. Mit den Rettungswagen wurden 8,3 Millionen Kilometer zurückgelegt (plus 14 Prozent). Gleichzeitig sinke die Zahl der Einsatzstunden, die Zivildiener und Freiwillige leisten. „Wir haben beim Rettungsdienst eine klare Leistungssteigerung. Wenn wir das bewältigen wollen, brauchen wir zusätzliches Personal“, argumentiert Landesgeschäftsleiter Werner Glantschnig.

Finanziert werden die Leistungen der Retter großteils von den Gemeinden und dem Land Kärnten: Morgen will die Regierung die Teuerungsanpassung des Rettungsbeitrages beschließen: Die Förderung steigt von 10,4 (2018) auf 10,68 Millionen Euro (2019).

Was wird aus Nacht- und Sonntagszulagen?
Um die brenzlige finanzielle Situation zu entschärfen, ist das den Rettern zu wenig. Neben dem Mehraufwand müssen künftig auch Nacht- und Sonntagszulagen für 375 Mitarbeiter finanziert werden - vehemente Forderung von Belegschaft und Betriebsrat. Verhandlungen auf Eis, Prüfung der BilanzenRotkreuz-Präsident Peter Ambrozy rechnet mit einem zusätzlichen Finanzbedarf von 1,5 bis zwei Millionen Euro pro Jahr. Gespräche darüber hat die Politik allerdings vorerst auf Eis gelegt. Derzeit nehmen Wirtschaftsprüfer die Bilanzen der Organisation unter die Lupe. Gesundheitsreferentin Beate Prettner: „Erst danach kann es konkrete weitere Gespräche geben.“

Thomas Leitner
Thomas Leitner

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Die Steiermark trauert
Niki Lauda sorgte für den einzigen Heimsieg
Steiermark
„Helden sterben nie“
So trauert die Sportwelt um F1-Legende Niki Lauda
Formel 1
Opposition tobt
Sobotka: Sondersitzung erst nach EU-Wahl
Österreich

Newsletter