02.05.2019 13:00 |

Salzburger Polizei:

Mobbing als Prozess-Thema

Vier Polizeibeamte erheben schwere Mobbingvorwürfe gegen den nach Wien abgetauchten Personalchef sowie gegen seine Stellvertreterin. Bis September hat der Disziplinarsenat in Villach Zeit, um zu entscheiden, ob er ein Verfahren einleitet. Mobbing in der Polizei spielt in einem Prozess, der im Mai startet, die Hauptrolle.

Dienstführende Beamte fehlen in der Salzburger Polizei an allen Ecken und Enden, auch dadurch steigt die Belastung der verbliebenen Beamten. Vier von ihnen, die alle früher im Personalamt tätig waren, wehren sich nun gegen den zuständigen Personalchef, dessen Dienstzuteilung in Wien bis Ende Juli verlängert wurde. Seine Stellvertreterin ging am gleichen Tag in Krankenstand, als die Disziplinaranzeige gegen sie nach Villach geschickt wurde.
Psychiater Dr. Hannes Bacher sagt: „Es ist ein generelles Problem, dass Arbeitgeber versuchen, ältere und teure Mitarbeiter los zu werden. Bei Beamten gibt es oft nur eine Möglichkeit: Den Stresslevel so hoch zu legen, dass sie daran zerbrechen.“
Auch bei einem der betroffenen Beamten war es so, dass er über Weisung des Personalchefs Tätigkeiten zugewiesen bekam, die nicht zu seinem Fachbereich gehörten. Sein Langzeitkrankenstand war die einzige Möglichkeit, einen Zusammenbruch zu vermeiden.
Um ein anderes Mobbingopfer geht es in einem Zivilprozess, der noch im Mai beginnen soll. Hier ist nahezu die ganze Polizeispitze zur Anhörung geladen. Es geht um in der Polizeidirektion verschwundene Waffen, die bis heute nicht wieder aufgetaucht sind, um schwerstes Mobbing, sowie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und die dadurch erlittenen Traumata.

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
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