Mo, 20. Mai 2019
02.05.2019 12:00

Produktion läuft

Zehn Kilometer Kabel pro Bus

Die neuen Obusse für Salzburg kommen, wie berichtet, vom Schweizer Hersteller Hess. 15 Stück wurden im Vorjahr geordert. Der erste „Trolley“, wie in die Eidgenossen nennen, wird im September in der Landeshauptstadt erwartet. Insgesamt werden die neuen hochmodernen Busse 15,3 Millionen Euro kosten.

Bei der Ausschreibung für die neuen Obusse setzte sich im vergangenen Herbst das Schweizer Unternehmen Hess gegen vier weitere Mitbewerber durch. 15 neue Fahrzeuge wurden bestellt und die ersten befinden sich bereits in der Produktion.
Der Rahmenvertrag sieht vor, dass bis zum Jahr 2025 insgesamt 42 Busse zum vereinbarten Preis bestellt werden können. Die Salzburg AG könnte also bis dahin noch weitere 27 Stück ordern. Für die bisher bestellten wird der Betrag von 15,3 Millionen Euro fällig, sprich: etwas mehr als eine Million pro „Trolley“.
Die modernen Fahrzeuge können sowohl im Oberleitungs-, als auch im Batteriebetrieb genützt werden. Dies ist zum Beispiel bei der Verlängerung der Linie 5 von Gneis nach Grödig notwendig, da es ab der Birkensiedlung keine Oberleitung mehr gibt. Nach ersten Berechnungen wird die Fahrzeit von der jetzigen Endstation bis zur Untersbergbahn etwa zehn Minuten betragen.

Acht bis zehn Kilometer Kabel für einen Bus
Technisch spielt der „lighTram 19DC“ alle Stücke, die in einem zeitgemäßen Betrieb notwendig sind. Neben dem Antrieb mit „Inmotion Charging“, bei dem sich die Batterie während des Oberleitungsbetriebs wieder auflädt, wird es zum Beispiel auch USB-Anschlüsse bei einigen Sitzen geben. Acht bis zehn Kilometer Kabel werden gesamt verbaut. Fehlen werden hingegen Seitenspiegel. Kameras decken nahezu alle Bereiche rund um den Bus ab und liefern die Bilder auf Monitoren zum Fahrer. „Bei schlechten Lichtverhältnissen sieht der Fahrer damit wesentlich besser“, sagt der Projektleiter der Firma Hess, Anton Spycher.

400 Mitarbeiter in zwölf Standorten bauen die Busse in allen möglichen Varianten. „Besonders französische Städte legen sehr viel Wert auf Design“, sagt Yves Brügger von der Geschäftsführung. „Der Besuch hat sich auf alle Fälle ausgezahlt und meine Erwartungen wurden erfüllt“, gibt sich Salzburg AG-Einkaufschefin Gerlinde Hagler zufrieden. Bis zum ersten Quartal 2020 sollen alle 15 Modelle geliefert werden.

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