30.04.2019 08:00 |

Stau bleibt

Warten auf dritte Spur an der Grenze

Sie wurde als politischer Durchbruch und Erleichterung für die staugeplagten Autofahrer und Frächter gefeiert: Bei einem Verkehrsgipfel in Berlin sagte der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) Ende Februar der Salzburger Landesspitze eine dritte Kontrollspur vor. Zwei Monate später ist alles beim Alten.

Während Salzburgs Frächter unter Kosten von 760.000 Euro pro Staustunde ächzen, setzt Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) auf das Prinzip Hoffnung: „Wir gehend davon aus, dass die Zusage hält. Die dritte Spur soll rechtzeitig vor der Hauptreisezeit im Sommer kommen.“ Einen konkreten Zeitpunkt kennt auch der Landeschef nicht.

Pläne für die dritte Spur sind bereits fix und fertig

Dabei sind die Pläne der Asfinag fertig und harren nur mehr der Umsetzung: Eine reine Lkw-Spur soll bereits vor der Raststation an der Grenze den Schwerverkehr, den die Deutschen verstärkt kontrollieren, von den Autos trennen. Seehofer versprach diese dritte Spur Haslauer und Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) am 27. Februar. Der Haken: Einen Termin für die Umsetzung nannte der deutsche Innenminister nicht.

Vor der EU-Wahl am 26. Mai nimmt sich nun auch Salzburgs SPÖ des Themas an. Parteichef Walter Steidl kündigt einen Antrag im Landtag an. „Wir wollen die Landesregierung unterstützen und den Bund in die Pflicht nehmen. Der Bundeskanzler soll nicht nur Routen schließen, sondern auch öffnen.“

Von Oberösterreich bis Vorarlberg gibt es 80 Grenzübergänge nach Deutschland, aber nur in Suben (OÖ), am Walserberg und in Kufstein (Tirol) kontrollieren die Deutschen.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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