Projekt im Mühlviertel

„E-Carsharing is Caring“: Teilen ist voll im Trend

Schüler protestieren gegen den Klimawandel und machen lautstark auf den Straßen auf sich aufmerksam. Auch bei den Erwachsenen macht sich ein Umdenken bemerkbar. Elektro- beziehungsweise Hybridfahrzeuge werden beliebter. Ein Vorzeigeprojekt im Mühlviertel stattet bereits 19 Orte mit Elektro-Autos aus.

„Immer mehr Hersteller springen auf den Zug der elektrisch betriebenen Fahrzeuge auf. Trotzdem sind sehr viele, vor allem größere Autos, nur als Dieselfahrzeuge erhältlich“, so Adolf Seifried, Obmann des Fahrzeughandels der WKOÖ.

1062 neu zugelassene Elektroautos
Im Vorjahr wurden in Oberösterreich 1062 Elektroautos neu zugelassen. Das entspricht einer Steigerung von gut 15 Prozent zu 2017 (920). Österreichweit betrug der Anstieg der E–Autos knapp 25 Prozent. Der oberösterreichische Bezirk mit dem höchsten Anteil an Neuzulassungen von Elektroautos ist Rohrbach.

„LastenFerdl“ in Freistadt
In dieser Region gilt man ohnehin als Pioniere in Sachen umweltfreundliche Fahrzeuge. Im Mühlviertel startete 2017 der regionale E-Carsharing-Verband „MühlFerdl“. Mittlerweile sind in den vier Mühlviertler Bezirken 19 Orte mit elektrischen Fahrzeugen ausgestattet. „Besonders gern werden die Autos genutzt, um nach Linz zu fahren. Aber auch längere Strecken sind möglich, ich war vor kurzem erst in Graz“, erzählt Johannes Großruck, Geschäftsführer der Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald. Seit kurzem steht auch ein größeres Fahrzeug, der „LastenFerdl“ in der Region Freistadt zum Ausborgen bereit.

„Täglich intelligent mobil“ startet in Linz
Auch im Zentralraum kommt man um die umweltschonenden Fahrzeuge nicht mehr herum. Ab Mitte dieses Jahres soll „tim – täglich intelligent mobil“ in Linz Einzug halten. Nach Grazer Vorbild sollen in der Nähe von Öffi-Stationen multimodale Knoten entstehen.

„Zweitauto vermeiden“
Zwei E-Autos, zwei Autos mit Verbrennungsmotoren und ein Leihwagen für längere Fahrten stehen zur Verfügung. Die ersten Standorte sollen am Hauptplatz, beim LINZ AG Center in der Wiener Straße, bei der Uni, der Grünen Mitte und der Tabakfabrik entstehen. „Vor allem geht es darum, ein Zweit- oder Drittauto zu vermeiden“, erklärt Markus Rapold den Sinn hinter Carsharing-Projekten.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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