23.04.2019 12:36 |

Nie Hoffnung verloren

Patientin wacht nach 27 Jahren im Koma auf

27 Jahre lang ist eine Frau aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einem Verkehrsunfall im Koma gelegen. In einer deutschen Klinik öffnete sie im vergangenen Juni plötzlich wieder ihre Augen. „Jahrelang habe ich von diesem Moment geträumt und mein Name war das erste Wort, das sie sagte“, so der der überglückliche Sohn der Patientin.

Heute ist Omar Webair 32 Jahre alt. Genauso alt war seine Mutter, als der schreckliche Unfall passierte. Munira Abdulla hatte ihren damals vier Jahre alten Sohn zusammen mit ihrem Schwager von der Schule abgeholt, als ihr Wagen plötzlich mit einem Schulbus kollidierte. „Meine Mutter saß mit mir auf der Rückbank. Als sie den Unfall kommen sah, umarmte sie mich, um mich zu schützen“, erinnert sich Webair gegenüber „The National“ an die schrecklichen Sekunden.

Während der damals Vierjährige mit leichten Verletzungen davon kam, fiel seine Mutter ins Koma. Es folgte ein jahrelanger Leidensweg - voller Trauer und Hoffnung. Abdulla wurde zunächst von ihrer Heimatstadt Al Ain in ein Spital nach London überstellt, später interessierten sich Spezialisten in Deutschland für den Fall.

Die Komapatientin wurde in die Schön Klinik Bad Aibling gebracht und dort mehrmals operiert. „Unser Hauptziel war es, ihrem fragilen Geist die Chance zu geben, sich in einem gesunden Körper zu entwickeln, genau wie eine zarte Pflanze, die einen guten Boden zum Wachsen braucht“, so der behandelnde Neurologe Ahmad Ryll.

Etwa ein Jahr später geschah dann das schier Unglaubliche: Abdullah öffnete ihre Augen und rief den Namen ihres Sohnes. „Sie kann uns jetzt sagen, wo sie Schmerzen hat und ich kann mit ihr Gespräche führen“, freut sich Webair.

„Niemals die Hoffnung aufgeben“
Abdulla lebt mittlerweile mit ihrer Familie in Abu Dhabi, wo sie sich weiterhin von den schweren Folgen des Unfalls erholt. „Der Grund, warum ich ihre Geschichte teile, ist, dass ich anderen Menschen zeigen will, dass sie niemals die Hoffnung aufgeben dürfen. All die Jahre haben mir die Ärzte gesagt, dass sie ein hoffnungsloser Fall ist. Aber wann auch immer Zweifel aufkamen, habe ich mich in ihrer Situation versetzt und getan, was auch immer ihren Zustand verbessern könnte.“, so der 32-Jährige.

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