Tontechniker

„Meine Rülpser haben bereits einen Award gewonnen“

Werbung kann manchmal richtig nerven. Vor allem, wenn einem die Jingles dazu wochenlang in den Ohren klingen. Einer der dafür verantwortlich ist, ist Alex Wunderbar. Der Wiener hat sich im vergangenen Jahr mit seinem Tonstudio selbstständig gemacht, nachdem er 18 Jahre lang in einer der größten Wiener Studios gearbeitet hat. Unter anderem macht er den Ton für Werbungen von Stadt Wien, Yakult und Landliebe. Mit City4U hat er über seinen spannenden Job gesprochen.

„Im vergangenen Jahr gab es für mich zwei Möglichkeiten: Entweder ich gehe in ein anderes Tonstudio oder ich probiere es selbst. Nach langem Überlegen ob ja oder nein und vor allem wo, hat meine Freundin zum Glück die Räumlichkeiten gefunden, in denen sich jetzt mein eigenes Studio befindet“, erzählt Alex Wunderbar seinen Werdegang in der jüngeren Vergangenheit. Seit November hat sein Tonstudio Wunderbar nun geöffnet. Meistens wird er von Agenturen engagiert. „Ich arbeite aber auch mit Kunden und Firmen direkt zusammen.“

„Als Jugendlicher hatte ich das Glück, das meine Eltern im Keller ein eigenes kleines Home-Studio hatten. Da konnte ich mir schon viel Wissen aneignen und habe sehr viele Songs aufgenommen. Am wichtigsten in diesem Metier ist ,learning by doing‘“, erklärt der 43-Jährige. Am meisten freut es ihn, dass er jeden Tag kreativ arbeiten kann. „Natürlich ist es auch toll, mit vielen verschiedenen Schauspielern und Musikern arbeiten zu dürfen und viel Abwechslung zu haben. Fad wird mir nie. Einmal musste ich bei Michael Niavarini zuhause das Audiomenü bei seinem Fernseher einstellen.“

Wunderbar hat 14 Jahre lang „Willkommen Österreich“ gemischt: „Das war für mich immer sehr lustig. Ich habe nicht nur die 40 Minuten für das Fernsehen, sondern die komplette Aufzeichnung mit teilweise 120 Minuten gemischt.“ Ebenfalls für den Ton verantwortlich ist für die Werbungen von Restplatzbörse, Österreich Werbung, Landliebe, Mercedes Wiesenthal, aber auch die Whitney Houston Doku, Die Sendung ohne Namen und den Podcast von Stermann und Grissemann. „Der richtige Umgang mit so vielen verschiedenen Menschen wie Sprechern, Agenturen und Kunden ist das wichtigste in meiner Branche.“

„Ich freue mich natürlich über jeden Auftrag. Nachdem ich aber auch Komponist und Musiker bin, freue ich mich am meisten, wenn ich Jingles oder Musik komponieren darf.“ Doch nicht immer sind die Aufträge so fordernd: „Ein sehr ungewöhnlicher Termin war einmal, als ich bei einem Spot mit diversen Rülpsern von mir Blumen vertonen musste. Der gewann aber dann sogar Gold bei den CCA Awards,“

April 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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